Konzept der Jugendfreizeiteinrichtung „Anna Landsberger“

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, haben wir auf die geschlechterdifferenzierte Schreibweise verzichtet. Es sind jedoch immer beide Geschlechter gemeint

Einleitung

Das hier vorliegende Konzept soll die Arbeitsgrundlage für die Jugendeinrichtung „Anna Landsberger“ sein.

Die „Roter Baum” Berlin UG wurde durch den Gesellschafter Jugendverein „Roter Baum“ e.V. zur Umsetzung jugendhilflicher Aufgaben in Berlin errichtet. Sie setzt die Arbeit des Vereins und der gKJHG „Roter Baum“ mbH fort. Seit 1999 ist der „Rote Baum“ in Berlin tätig. Bisherige Projekte der „Roter Baum“ Berlin UG sind das „Bunte Haus“ mit seinen familienorientierten Angeboten „SpielRaum“, „FamilienCafe“, „janz nah draussen“ und „FamilienBeratung“, das Projekt „Jugendkultur in Helle Mitte“, sowie vielfältige kleine Projekte im Bereich der politischen und gesellschaftlichen Bildung und der internationalen Jugendarbeit.

Die Jugendeinrichtung „Anna Landsberger“ ist bekannt für ihre Ausrichtung im Bereich Jugendkultur. Mit ihren Bandproberäumen, Konzerten, internationalen Jugendbegegnungen und den Kreativangeboten ist es über den Stadtteil hinaus geschätzt. Räumlich bietet die Einrichtung mit ihrer multifunktionalen Innenarchitektur eine gute Grundlage für diese Arbeit. Viele Räume ermöglichen eine intensive Projektarbeit. Durch ihre behindertengerechte Gestaltung, die separaten Eingänge für die Kursräume und die gute technische Ausstattung unterstützen das.

Durch die Lage im Wiesenpark, mit Freifläche, Basketballfeld und Kletterwand können auch sportorientierte Projekte problemlos durchgeführt werden.

Sowohl die Einrichtung „Anna Landsberger“, als auch unsere Projekte leben von der Beteiligung junger Menschen und deren ehrenamtlichen Engagement. Damit ist eine gute Grundlage für eine sinnvolle gemeinsame Arbeit gelegt. Die Projekte der „Anna Landsberger“ und die unseres Trägers ergänzen sich in sinnvoller Weise. Unsere Erfahrungen auf dem Gebiet der Jugendkulturarbeit, der politischen Bildung und der internationalen Jugendarbeit und die Grundlagen, die in der Einrichtung gelegt sind, ermöglichen eine qualitativ hochwertige Arbeit für Jugendliche.

Zielgruppe

Entsprechend des SGB VIII setzt sich die Zielgruppe aus Kindern und Jugendlichen zusammen. Sie stammen aus dem sozialräumlichen Umfeld, aber auch aus anderen Stadtteilen.

Mit dem Projekt sollen einerseits Kinder erreicht, andererseits auch Angebote für Jugendliche vorgehalten werden. Weitere Angebote werden für Eltern der jugendlichen Klientel und für Erwachsene aus dem Kiez bereitgestellt. Wir möchten erreichen, dass generationenübergreifende Solidarität und Unterstützung den Kiez beleben und eine Symbiose mit diesem Stadtteil entsteht.

Stadtteil

Ein besonderer Wert wird auf die Integration von Jugendhausbesuchern in besonderen Lebenslagen gelegt. Wir bemühen uns zu ermöglichen, dass auch diesen Besuchern alle Angebote zur Verfügung stehen und für sie nutzbar und gestaltbar sind. Dies trifft im Besonderen für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, mit Migrationshintergrund oder mit Behinderungen zu. Innerhalb unserer offenen Kinder- und Jugendarbeit wird es keine Ausgrenzung von Menschen geben.

Deutlich abgegrenzt wird sich jedoch von extremistischen und intoleranten Einstellungen.

Pädagogische Grundpositionen

Unser Wirken zielt auf die Stärkung des Selbstbewusstseins, die selbstbestimmte und emanzipierte Gestaltung des Lebens der Jugendlichen ab. Dabei erkennen wir die Jugendlichen als Menschen mit all ihren Ressourcen und Problemlagen an. Deshalb halten wir Angebote vor, die nicht nur im Kontext der Vermeidung von Hilfen zur Erziehung zu betrachten sind, sondern vielmehr als eigenständiger Bildungsauftrag im Rahmen der präventiven Arbeit. Dabei legen wir besonderen Wert auf die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Institutionen, die fallunspezifische Arbeit, die Einbeziehung aller verfügbaren Ressourcen sowie die Einbeziehung der Familien. Unsere Arbeit ist praxisbezogen und realitätsorientiert.

Bei der Arbeit mit der Klientel setzten wir als Träger folgende Schwerpunkte:

Partizipation

Grundlegender Gedanke unserer pädagogischen Arbeit ist es, Jugendlichen Selbstbestimmung und Eigeninitiative zu ermöglichen und zur aktiven Teilhabe zu bestärken. Den Jugendlichen soll durch Motivation und Empowerment Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden. Um die Eigenständigkeit, auch in Belangen der Freizeitgestaltung zu unterstützen, sind Kreativ-, Spiel- und Sportmaterial jederzeit frei zugänglich aufbewahrt.

Besonders wichtig ist es uns, die Jugendlichen in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Aus diesem Grunde führen wir mindestens einmal monatlich eine „offene Teamsitzung“ durch, bei der die Belange des alltäglichen Miteinanders, die Planung von Veranstaltungen und die konkrete Mitwirkung von Jugendlichen besprochen werden

Den Jugendlichen wird es ermöglicht eigenverantwortlich Projekte und Veranstaltungen durchzuführen oder bei anderen Veranstaltungen mitzuwirken. (siehe auch Jugendkulturarbeit) Dabei können sie jederzeit auf die Unterstützung durch die Mitarbeiter zählen.

Das führt dazu, dass wir Jugendliche befähigen eigene Entscheidungsprozesse zu gestalten. Hierfür bieten wir den notwendigen Raum, bis hin zur eigenverantwortlichen Ausgestaltung eigener Bereiche, räumlich und inhaltlich, der Einrichtung. Dabei soll auch die Selbstevaluation und die Eigenreflektion unterstützt werden, um die Eigenverantwortlichkeit auch erfolgreich zu gestalten.

Wir werden die Jugendlichen auch bei der Qualitätssicherung einbeziehen, indem sie die Einrichtung bewerten können. Dabei werden verschiedene Methoden, vom Gespräch bis zu Befragungen genutzt.

Geschlechterdifferente Arbeit

Wir arbeiten nach dem „Gender Mainstreaming – Ansatz“. Die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen werden jeder Zeit berücksichtigt. Wir nehmen dabei Rücksicht auf die speziellen Lebenslagen junger Frauen und Männer. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Entwicklung der Genderkompetenzen gelegt, um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen. Um Diskrimminierungen zu vermeiden, arbeiten wir nach dem Diversity-Ansatz.

Kommunikation / Teamfähigkeit

Von den Jugendlichen wird seitens der Gesellschaft erwartet, in Gruppen arbeiten zu können. Wir fördern die jungen Menschen bei der Entwicklung der Teamfähigkeit. Um ihnen den Lernprozess zu erleichtern, werden spielpädagogische Anregungen und Angebote unterbreitet, sowie die Interaktion und Kommunikation gefördert. Die Teamfähigkeit soll zudem durch Vorleben seitens der Mitarbeiter gefördert werden. Ein aktiver Austausch innerhalb der Gruppe gehört zum Alltag im offenen Treff, um dies zu unterstützen. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Inklusion von sozial benachteiligten, behinderten und ausländischen Jugendlichen in die Gruppe gelegt.

Individualität

Um die Funktionsfähigkeit der Gruppe zu wahren, ist die Entwicklung der einzelnen Persönlichkeiten zu fördern. Individuelle Ressourcen werden aufgedeckt und gestärkt, um eventuelle Defizite auszugleichen. Damit wird das Selbstvertrauen herausgebildet und gestärkt sowie die Steigerung sozialer, emotionaler Kompetenzen ermöglicht. Hiermit ist ein weiterer Bereich unserer Arbeit beschrieben. Zudem werden die Potentiale des Einzelnen aufgedeckt und die Gruppe wird angeregt, diese auszuschöpfen und jeden einzelnen als soziales Individuum zu begreifen.

Toleranz

So wie wir andere achten, fordern wir es auch von den Jugendlichen. Das bezieht sich auf die Gruppe, wird auf die Gesellschaft übertragen und wirkt nachhaltig. Toleranz und humanistische Ideale sind Grundideen unserer wertevermittelnden Jugendarbeit. Insbesondere zu lernen, dass ein jeder ein Individuum ist, und damit einzigartige Eigenschaften besitzt, die ihn äußerlich und innerlich vom anderen unterscheiden, und dabei doch nur ein Mensch wie jeder andere ist, erscheint uns wichtig, um präventiv gegen Gewalt zu wirken.

Vielfältigkeit

Die Freizeit wird vielfältig, den Interessen der Jugendlichen entsprechend, gestaltet. Spiel- und erlebnispädagogische Elemente werden durch Medienpädagogik ergänzt, um bei den Jugendlichen eine große Vielfalt an sozialer, emotionaler sowie medialer Kompetenz herauszubilden und zu fördern.

Ökologisches Bewusstsein

Durch verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber der Umwelt seitens der Mitarbeiter und die Schaffung der entsprechenden Voraussetzungen soll den Besuchern ein ökologisches Bewusstsein vermittelt werden. Die Jugendlichen sollen auch abschätzen lernen, welche Folgen ihr Handeln auf die mittelbare und unmittelbare Umwelt hat.

Gesellschaftlicher Bezug

Bei unserem pädagogischen Handeln behalten wir stets die individuelle und gesellschaftliche Lebenssituation im Auge. Dabei betrachten wir in erster Linie die besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Jugendlichen und stärken diese. Eventuelle Entwicklungsprobleme sprechen wir mit den Jugendlichen an und versuchen, ihnen bei der Weiterentwicklung beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. In Einzelgesprächen und Beratungen werden eventuelle Probleme, die unter anderem bei der Persönlichkeitsfindung und Identitätsbildung, im Elternhaus sowie bei der Berufswahl auftreten, aufgegriffen und gemeinsam nach Lösungsansätzen gesucht.

Wir werden in diesem Zusammenhang den Jugendlichen Werte und Normen vermitteln, die für ein gesellschaftliches Leben unabdingbar sind. Dabei stehen insbesondere Solidarität, Partnerschaft, Familie und Nächstenliebe im Mittelpunkt.

Unser Wirken zielt auf die Stärkung des Selbstbewusstseins, die emanzipierte Gestaltung des Lebens der Kinder und Jugendlichen ab. Dabei erkennen wir sie als Menschen mit all ihren Ressourcen und Problemlagen an. Deshalb halten wir Angebote vor, die nicht nur im Kontext der Vermeidung von Hilfen zur Erziehung zu betrachten sind, sondern vielmehr als eigenständiger Bildungsauftrag im Rahmen der präventiven Arbeit. Wir legen besonderen Wert auf die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und Institutionen, die fallunspezifische Arbeit, die Einbeziehung sowohl aller verfügbarer Ressourcen als auch der Familien. Unsere Arbeit ist praxisbezogen und realitätsorientiert.

Bei der Arbeit mit der Klientel setzten wir als Trägerin folgende Schwerpunkte:

Inhaltliche Schwerpunkte

Offene Jugendarbeit

Die niederschwelligen Angebote des offenen Treffs sind für alle interessierten Kinder und

Jugendlichen offen. Die Jugendlichen sollen sich in ,,ihrem Treff" wohl fühlen und eine Identifikation erleben.

Er ist Startpunkt für alle weiteren Aktivitäten des Jugendhauses. Deshalb wird eine Kernöffnungszeit von 13 - 21 Uhr vorgehalten. Sie wird für Veranstaltungen und Angebote je nach Bedarf erweitert.

Großer Wert wird bei der Freizeitgestaltung auf gruppenorientierte Erlebnisse gelegt. Dafür werden verschiedene Gesellschaftsspiele und eine große Auswahl an Kreativ- und Spielmaterial zur Verfügung gestellt, die dazu beitragen, ein Miteinander zu fördern und die Zusammenarbeit anregen.

Die Förderung der Kommunikation und Interaktion der Jugendlichen steht im Mittelpunkt der Arbeit. Damit können Erfahrungen ausgetauscht, Wissen vermittelt und die Entwicklung der Persönlichkeit gefördert werden. Die Jugendlichen entwickeln dabei ihre soziale Kompetenz weiter. Wir nehmen darauf Einfluss, dass sich niemand vernachlässigt oder ausgegrenzt fühlt.

Auf aktuelle Ereignisse reagieren wir mit Gesprächen. Wenn sich hieraus Aktionen entwickeln, werden die Jugendlichen von den Mitarbeitern bei der Vorbereitung und Durchführung aktiv unterstützt und begleitet.

Ein weiteres Augenmerk wird den Kindern gewidmet. Für sie wird ein Teil der personellen und räumlichen Ressourcen bereitgestellt und separate Angebote konzipiert. So werden gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant. Auch Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben bieten wir in diesem Rahmen an. In den Ferien werden Ferienangebote vorbereitet, die der Klientel eine Erholung von den Anforderungen des Schulalltages ermöglichen und Anregungen für die Zukunft geben. Hierbei wird mit dem bezirklichen Bündnis für Kinder zusammengearbeitet.

In Einzelgesprächen werden individuelle Probleme bearbeitet. Ziel der Beratungen ist es, auf partnerschaftlichem Weg Lösungsansätze zu finden, zu diskutieren und deren Anwendung zu besprechen. Innerhalb der Beratung wird auch auf andere institutionelle Hilfsmöglichkeiten, wie z.B. den regionalen Sozialpädagogischen Dienst (RSD), den schuIpsychologischen Dienst oder den Jugendnotdienst, verwiesen.

Wir unterstützen Jugendliche auch bei Transitionsprozessen wie zum Beispiel von der

Schule in den Beruf, unter anderem bei Stellensuche, Bewerbungsunterlagen erstellen und der Kommunikation mit Institutionen.

Die Angebotsstruktur der Einrichtung ist variabel. Sie wird entsprechend den Bedürfnissen der aktuellen Klientel angepasst.

Jugendkulturarbeit

Die Jugendkulturarbeit ist eine Ergänzung und Weiterführung der niedrigschwelligen Angebote aus dem offenen Jugendbereich.

Die Freiwilligkeit ist der oberste Grundsatz in der offenen Jugendarbeit. Die freiwillige Kommstruktur fördert die Bindung zum Haus. Ziele der offenen Arbeit wie Toleranz im Miteinander, Konfliktbewältigungsstrategien, Meinungsbildung, das Ausprobieren von Talenten und das Erkennen eigener Ressourcen aber auch das Erleben eines Schutzraumes ohne Leistungsdruck und Ausgrenzung bilden die Basis für eine positive Lebensweltorientierung und sind somit auch Kultur. Hier schließt Jugendkultur an. Kultur ist zuallererst Kommunikation und Verhalten. Das beinhaltet die Ansätze der offenen Jugendarbeit, wie Konfliktbewältigung und ein tolerantes Miteinander sowie Selbsterfahrung und Bewusstsein. Dem schließen sich sämtliche nonverbale Ausdrucksformen an, von Kleidung bis hin zu Musik und Tanz. Jugendkulturen sind somit Ausdrucksformen, bei der Grenzen von Akteur zum Publikum veränderlich fließen.

Wir wollen mit unserem Konzept Raum und Inspiration für die kulturelle Selbstfindung der Jugendlichen sein.

Konkret sind das, unterteilt in technische und inhaltliche Unterstützung:

technisch/räumlich:

  • Bereitstellung geeigneter Räume und Technik
  • Bandproberäume mit Tontechnik und Instrumenten
  • Tanzraum
  • Bühne mit Licht und Tontechnik für Konzert, Party und Theater
  • Raum und Technik für Ton, Foto und Videobearbeitung
  • Raum/Atelier für Gestaltung von Leinwand u.a.
  • Raum/Räume + Technik für Workshops und Seminare
  • Bereitstellung von Medientechnik
  • Kamera für Foto und Video
  • Computer für Grafikdesign und Internet

Inhaltlich:

  • Musikunterricht
  • Anleitung zum Umgang mit Audio, Video und Fototechnik
  • Anleitung zum Umgang mit Computertechnik und Software
  • Workshops und Seminare zu Themen Audio, Video, Foto, Graffiti, Grafik- und Webdesign
  • Foren zu Themen der Literatur und politischer Bildung
  • Unterstützung beim Planen, Durchführen und Nachbearbeiten von Jugendveranstaltungen
  • Seminare zu Themen gesunder Lebensweise (Ernährung, Sport)
  • Kochkurse
  • internationale Begegnungen zur Förderung von Interkultureller Kompetenz auch im Hinblick auf Migration im Sozialraum.

Das Haus „Anna Landsberger“ definierte sich in seiner Vergangenheit besonders über Musikangebote und wurde damit in der Region und darüber hinaus wahrgenommen. Dieses werden wir aufgreifen und weiterführen. Damit wollen wir die Jugendlichen, die dieses Haus für Proben und Konzerte nutzen im Haus halten und versprechen uns davon auch eine Sogwirkung für nachfolgende Generationen. Gerade bei Konzertveranstaltungen genießt das Haus einen guten Ruf. In Anbetracht der Tatsache, dass der kleinste gemeinsame Nenner in der Jugendkultur Musik ist, werden wir eine ältere Idee der Anna aufgreifen. Die Idee ist qualitativ hochwertige Konzertmitschnitte für Nachwuchsbands anzufertigen. Das ergibt sich aus der räumlichen Konzeption des Hauses, wo ein Regieraum über der Bühne vorhanden ist. Wir werden diese Idee umsetzen, um eine Jugendmusikveranstaltung zu einen mehrdimensionales Lernerlebnis zu machen.

Medienpädagogik

Die vorhandenen medienpädagogischen Angebote sollen mit den Jugendlichen fortgeführt werden. Dabei greifen wir auf die Ressourcen des Hauses und die Erfahrungen der Jugendlichen zurück. Die Akteure stehen nicht nur auf der Bühne sondern auch hinter Videokameras und Mischpulten. Das entstehende Material fließt von der Vor- bis zur Nachbearbeitung in den Erwerb von Medienkompetenz ein. Kameraführung, Live und Recordingmischung, Licht und Szenenbild, Videoschnitt, Tonbearbeitung, Mischung und Mastering, Arbeiten mit komplexer Computersoftware und Aufbereitung für Internetauftritte sind unser Ziel. Wir werden dazu Kontakt zu Ausbildungsträgern aufnehmen, die im Mediendesign und Veranstaltungstechnik tätig sind um mit ihnen inhaltlich und in Bezug auf die technische Ausstattung zu kooperieren.

Weitere Aspekte der Teilhabe Jugendlicher an den Veranstaltungen sind Öffentlichkeitsarbeit, Gastronomie und Sicherheit.

Die Öffentlichkeitsarbeit fließt in die Rubrik Medienkompetenz. Erstellung und Pflege von Internetseiten, Gestaltung von Flyern und Plakaten oder das Schreiben von Werbetexten sind ein wichtiger Ausdruck und Vermittler von Jugendkultur und zudem bei der Fülle an Angeboten unverzichtbar für den Erfolg.

Projekte mit Schulen/ Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit

In Absprache mit den umliegenden Schulen werden wir bereits bestehende Kooperationen fortführen, wiederbeleben bzw. neue aufbauen und eng mit ihnen zusammenarbeiten. Orientiert am § 11 SGB VIII werden wir Projekte mit den Schulen durchführen und die Schüler bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern. Zu unseren besonderen Kompetenzen gehören unter anderem erlebnispädagogische Angebote (Klettern, Bewegungsspiele, Ferienfreizeiten), Jugendkultur (Schülerdiskos, Nachwuchskonzerte, Internationale Thementage, Internationaler Jugendaustausch), Kreativ- und medienpädagogische Angebote (Theater, Basteln, Zeitungswerksatt, Medienwerkstatt) sowie Toleranzworkshops und Bewerbungserstellung. Die Projekte werden gemeinsam mit den Schülern erarbeitet und umgesetzt. Als Räumlichkeiten dienen je nach Projekt die Schulen oder die Einrichtung „Anna Landsberger“. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen bilden und ihnen den Offenen Treff als „Freizeitraum“ vorstellen. Weiterhin möchten wir gemeinsam mit den Fachkonferenzen gemeinsame Angebote zur poltischen Bildung, beispielsweise zu Themen wie Europa, Bundespolitik, Rassismus und Ausgrenzung gestalten. Dabei können wir auch Exkursionen im schulischen rahmen vorbereiten. Ein Beispiel hierfür ist die Gestaltung von Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz, die wir seit inzwischen neun Jahren für einige Schulen organisieren.

Außerschulische Bildungsarbeit

Die außerschulische Bildungsarbeit der Einrichtung wird unterstützt aus den bisher bestehenden Projekten der Trägerin. Basierend auf der offenen Jugendarbeit richtet sie sich nach den individuellen Bedürfnissen der jugendlichen Klientel. Die Angebote aus diesem Bereich richten sich jedoch nicht nur an die möglichen Stammbesucher des offenen Treffs, sondern an alle Jugendlichen aus dem Bezirk. Wir halten Angebote zur allgemeinen, sozialen, kulturellen (spiegelt sich in den Angeboten zur Jugendkulturarbeit wieder) und naturwissenschaftlichen Bildung vor. Ein besonderes Augenmerk wird auf die politische Bildung gelegt.

Wesentliches Thema der politischen Bildung ist die Funktionsweise der Demokratie. Die Strukturen der gesetzgebenden Organe, die Gewaltenteilung und auch das Wahlsystem müssen den Jugendlichen näher gebracht werden. Dazu gehört auch, die Mitbestimmungsrechte der Menschen aufzuzeigen. Wie kann man seine Anliegen vorbringen, Interessen bündeln, Protest oder Zustimmung ausdrücken? Werden diese Fragen beantwortet, ist eine Grundlage für die aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Leben gegeben.

Nur wenn Menschen wissen, warum welche Entscheidungen getroffen werden, können sie diese hinterfragen und sich in die gesellschaftlichen sowie demokratischen Strukturen einbringen. Sie müssen Hintergründe erfahren, das Leben und seine Zwänge erkennen.

Gemeinsam mit den Jugendlichen werden wir Themen bestimmen und Projekte entwickeln und durchführen, die das Anliegen unterstützen das Jugendliche sich aktiv in die Gesellschaft einbringen.

Internationale Jugendarbeit

Insbesondere die internationale und interkulturelle Arbeit ist geeignet, Jugendliche zu einem offenen, toleranten und friedvollen Weltbild zu führen. Sie hat zudem große Bedeutung beim Zusammenwachsen Europas. Die Jugendlichen stärken hierbei ihre Kommunikations-, Konflikt- und Toleranzkompetenzen. Jugendliche auf eine mobilere globale Welt vorzubereiten, ist ein weiterer Schwerpunkt dieser Form der Jugendarbeit. Die JFE Anna Landsberger ist mit ihrer Ausstattung, den bisherigen Projekten der Einrichtung und den bestehenden Kooperationsbeziehungen in besonderer Weise geeignet auf diesem Gebiet zu arbeiten. Deshalb wollen wir die Einrichtung zu einer Schwerpunkteinrichtung der internationalen Jugendarbeit machen.

Unsere Partner kommen aus Albanien, Belgien, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Großbritannien, Israel, Italien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Frankreich, Rumänien,  Serbien, der Slowakei, Slowenien und Ungarn. Mit vielen dieser Partner verbindet uns das Netzwerk O.R.A. - Observe Rethink Act, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Arbeit der Partner und die Methoden der gemeinsamen Projekte weiter zu entwickeln, und gemeinsam Projekte für mehr bürgerschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit zu implementieren. Wir verfügen über langjährige Erfahrungen in diesem Bereich und freuen uns über eine gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Bezirkes auch in diesem Zusammenhang.

Jugendbegegnungen

Für die Jugendlichen der Einrichtung und des Umfeldes organisieren wir internationale Jugendbegegnungen. Sie sind stets inhaltlich fokussiert und bedienen verschiedene Bereiche. Wir organisieren Begegnungen, die musikorientiert sind, bei denen sich die Teilnehmer mit ihrer gemeinsamen Geschichte beschäftigen oder solche die zum Ziel haben, das bürgerschaftliche Engagement zu stärken. Weitere Begegnungen organisieren wir in den Bereichen Medien, Partizipation sowie Umweltbildung.

Die Jugendbegegnungen entwickeln wir mit unseren Partnern und Jugendlichen gemeinsam. Sie sind grundsätzlich so angelegt, dass die Teilnehmer in alle Entscheidungsprozesse, von der Festlegung des Themas bis zur Programmgestaltung, einbezogen sind. Wir sind überzeugt, dass nur dann das Ziel der Entwicklung von mehr sozialen Kompetenzen, und der der Demokratieförderung erreicht werden und das Projekt erfolgreich im Sinne aller durchgeführt werden kann. Wir werden internationale Jugendbegegnungen in der Einrichtung durchführen. Bilaterale Begegnungen sollen auch in der Einrichtung übernachten können.

Europäischer Freiwilligendienst

Für junge Menschen ist der Europäische Freiwilligendienst oder auch European Voluntary Service (EVS) eine logische Fortsetzung der internationalen Jugendarbeit. Er bietet ihnen die Möglichkeit internationale Erfahrungen zu sammeln und sich für das weitere Leben und die berufliche Entwicklung zu orientieren. In gemeinnützigen Feldern werden die Jugendlichen für 6 bis 12 Monate tätig. Dabei lernen sie die Sprache und die Kultur des Gastgeberlandes kennen und entwickeln Teamfähigkeit, Toleranz, Respekt, Selbständigkeit sowie Selbstbewusstsein.

Wir beraten junge Menschen, die sich für einen Einsatz im Rahmen des EVS interessieren und begleiten sie bei Auswahl der Einsatzstelle und Erledigung aller Formalitäten. Wir planen die JFE als Entsendeorganisation zu akkreditieren und werden eine wochentäglich arbeitende Beratungsstelle für Interessierte einrichten.

Außerdem soll die Einrichtung Einsatzstelle für Freiwillige aus anderen Ländern werden. Neben der Unterstützung der Arbeit hat das vor allem den Effekt, dass die jugendliche Klientel ein Bild davon erhält, wie so ein Freiwilligendienst stattfindet. Durch den alltäglichen Umgang mit europäischen Freiwilligen wird zum einem das Interesse an anderen Kulturen geweckt und Verständnis für die interkulturelle Diversität in Berlin, Deutschland und Europa entwickelt.

Fachkräftemaßnahmen und Trainings

Wir führen Fachkräftemaßnahmen durch, die der Weiterentwicklung der Methoden und der Qualität der Jugendarbeit dienen. Zudem werden wir unsere Trainings ausbauen, die ehrenamtliche Jugendliche, Peers, in verschiedenen Themenbereichen weiterbildet. Diese Trainings und Fachkräftemaßnahmen werden durch das Team der JFE Anna Landsberger unterstützt.

Gesundheitsförderung

Die altersdifferenzierten erlebnispädagogischen Angebote werden u.a. auch für die Förderung einer gesunden Lebensweise genutzt. Gemeinsame Kochprojekte, Bewegungsspiele an der freien Luft, Projekte zum Konsum- und Essverhalten, Projektarbeit orientiert am “gut drauf”-Ansatz und präventive Thementage zur allgemeinen Suchtvorbeugung (z.B. Spielsucht, Internetsucht, Alkohol und andere stoffgebundene Abhängigkeiten) und psychischer Belastung und Erfolgsdruck sowie Sexualität, Liebe und Partnerschaft sind nur einige Angebote, die dieses Thema aufgreifen. Dabei orientiert sich der Inhalt aller Angebote in erster Linie an der Lebenswelt, den Erfahrungen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen. Für Eltern bieten wir Informationsveranstaltungen zu den Themen “Gesunden Ernährung”, “Adoleszenz”, “Sucht” an. Das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen wird durch die Mitarbeiter und die Partizipationsmöglichkeiten gestärkt, denn diese Stärke sorgt für ganzheitliche Gesundheit. Wir nutzen das Außengelände für sportliche Aktivitäten, aber auch zum Kräuteranbau.

Ergänzende Angebote nach §§ 13 und 14 SGB VIII

Arbeitsweltbezogene Jugendarbeit

Durch diverse Projekte und Workshops werden soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein etc., die beruflichen Schlüsselqualifikationen gefördert und Einblicke in verschiedene Arbeitsfelder ermöglicht. Zudem unterstützen wir die Jugendlichen bei der Findung einer realistischen und selbstbewussten Selbsteinschätzung. Dies ermöglicht zusätzlich für Jugendliche/ jungen Erwachsene neue Erfahrungen in Bezug auf ihr späteres Leben, der Berufstätigkeit oder des Berufswunsches und somit die Möglichkeit sich auszuprobieren. Diese Projekte entstehen zum Einen aus der alltäglichen Arbeit im Offenen Bereich und zum Anderen durch verschiedene Kooperationen.

Für Auszubildende in einem sozialpädagogischen Beruf soll die Jugendeinrichtung als ein Praxisort dienen. Die Einrichtung wird sich aktiv am Boys- und GirlsDay beteiligen und attaktive Angebote dafür vorbereiten.

Desweiteren steht  das Team der JFE Anna Landsberger dem Besucher bei arbeitsweltbezogenen Problemen unterstützend  zur Verfügung. Sei es bei Bewerbungsaktivitäten, bei Amtsfragen oder aber zur Weitervermittlung an geeignetes Fachpersonal- die Begleitung der Jugendlichen beim Übergang von Schule in den Beruf gehört zu den wichtigen Arbeitsaufgaben im Team. Wir begleiten Jugendliche intensiv beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz wird von uns als Querschnittsaufgabe begriffen, die sich in allen Handlungsfeldern unserer Arbeit wieder findet. Er unterbreitet hauptsächlich vorbeugende Angebote für Kinder und Jugendliche aber auch deren Eltern in den Bereichen Suchtprävention, Gewaltprävention und Mediennutzungsverhalten.

Dabei wollen wir junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zu Kritik- und Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen.

Unabhängig von der Situation oder Problemlage wird immer versucht, zuerst gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Lösungsweg zu finden. Wenn nötig wird auf die nahe liegenden umgebenen institutionellen Hilfsangebote (RSD, Jugendnotdienst, schulpsychologischer Dienst) eingegangen und an diese verwiesen.

Wenn es Indikationen für Sucht, sexuellen, physischen oder emotionalen Missbrauch, Okkultismus, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Rechtsextremismus, Autoaggression oder andere Formen der Kindeswohlgefährdungen gibt, werden wir intervenieren und die zuständigen Stellen einschalten. Der Kinderschutzbeauftragte wird ständig geschult.

Familienförderung

Da die Familie der wichtigste Ort der Persönlichkeitsentwicklung ist, nimmt die Familienförderung auch einen Teil der Arbeit in der JFE  Anna Landsberger ein. Die familialen Probleme, die Kinder und Jugendliche in ihren Lebensphasen haben, werden vom Team erkannt und individuell und vertrauensvoll mit ihnen bearbeitet. Wir werden auch versuchen, die Ressourcen der Familien für die Einrichtung zu nutzen. Dazu könnten z.B. ein gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeitseinsatz mit den Nutzern und Eltern zur Ausgestaltung der Räume oder besondere Familienausflüge gehören.

Wir stehen für die Nutzer, aber auch deren Eltern, für Beratungen zur Verfügung.

Sport

Der Sport wird besonders in der offenen Jugendarbeit eine Rolle spielen. Neben den physischen Aspekten von Ausdauer, Fitness und Motorik liegen gerade im Sportbereich vielfältige soziale Lernebenen. Hier sind Teamfähigkeit, Gruppendynamik, Identifikation, Körperbewusstsein und Stärkung des Selbstvertrauens zu nennen. Konkret heißt dass, die pädagogischen Mitarbeiter werden neben der inhaltlichen Planung von Sportaktivitäten auch im alltäglichen Betrieb die Besucher motivieren, die sich im und am Haus befindlichen Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung zu nutzen.

Die Anna Landsberger verfügt als Besonderheit über eine eigene Kletterwand. Wir wollen mit Partnern aus dem Bergsportbereich regelmäßige Angebote zur Nutzung der Kletterwand unterbreiten. Aus den offenen Angeboten heraus besteht die Möglichkeit dieses in Kooperation mit dem Bergsportbereich des Roten Baum e.V. Dresden zu erweitern. Konkret wären das, Teilnahmen an Kletterfreizeiten im Elbsandsteingebirge.

Bei der Vergabe von Zeiten zur Nutzung von Sportstätten werden wir uns für das Haus stark machen um gerade im Bereich Mannschaftssport, besonders Fußball, Angebote machen zu können.

Wir wollen im Sportbereich mit Schulen zusammenarbeiten. Denkbar sind hier Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Schulen. Diese könnten durch die pädagogischen Mitarbeiter angeleitet werden aber auch durch Jugendliche des Hauses.

Gemeinwesenarbeit und Stadtteilarbeit

Das „Offen“ in unserem Haus soll aber nicht nur für Kinder und Jugendliche gelten, sondern auch für alle anderen Bewohner des Stadtteils. Dabei wollen wir insbesondere die Anwohner ansprechen und uns gemeinsam mit Ihnen in die sozialen und sozialpolitischen Belange der Stadteile oder Regionen einmischen und die Mitgestaltung und Teilhabe der Bürger an Entscheidungen zu einer Verbesserung der Infrastruktur im Kiez zu fördern.

Aus diesem Grunde veranstalten wir regelmäßige Bürgerplattformen im Haus bei der die Erörterung von Problemen im Kiez unter der Einbeziehung von Kommunalpolitikern oder anderen Zuständigen im Mittelpunkt stehen. Außerdem bieten wir Bürgerinitiativen aus der Region Raum und Ressourcen um sich zu betätigen.

Weiterhin möchten wir als konkrete Angebote eine Eltern-Kind-Gruppe und weitere Angebote nach §16 SGB VIII sowie ein Seniorencafé in den Vormittagsstunden vorhalten.

Die Gemeinwesenarbeit ist uns deshalb ein Anliegen, weil vorhandene Ressourcen sinnvoll ausgeschöpft werden und Synergieeffekte erhofft werden. Diese können beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement entstehen. Außerdem steigern wir so das Verständnis für die Jugendlichen und die Akzeptanz der Einrichtung in der Bevölkerung.

Wir fördern Eigeninitiative und Selbstorganisation, vernetzen Einzelne und Gruppen im Stadtteil untereinander, verstehen uns als Moderatorin von Dialogen (Konflikten) und initiieren z.B. Mieterinitiativen oder Kiezfeste. Außerdem bieten wir Bürgerinitiativen aus der Region Raum und Ressourcen um sich zu betätigen.

Wir beteiligen uns aktiv an der Ausgestaltung des Stadtteilfestes und anderer Veranstaltungen. Damit erhalten Jugendliche und andere Nutzer der Einrichtung Zugang zur aktiven Mitbestimmung über die Einrichtung hinaus und engagieren sich für das Lebensumfeld vieler Bewohner.

Nachbarschaftsarbeit

Wir ermöglichen die Öffnung des Hauses auch außerhalb der Öffnungszeiten des offenen Treffs für Kinder und Jugendliche. So werden wir Sport- und Kreativangebote ermöglichen, kulturelle Veranstaltungen für die Nachbarschaft organisieren und Raum für eigene Entfaltung bieten. Wir unterstützen die Anwohner und anderen Besucher bei der Entwicklung von Angeboten im Rahmen der Selbsthilfe, schaffen Beratungsangebote und beziehen die Nachbarschaft bei der Durchführung lokaler Höhepunkte aktiv mit ein.

Vernetzung

Der wichtigste Kooperationspartner ist das Jugendamt Marzahn-Hellersdorf. Mit ihm wird stets eine enge Zusammenarbeit und ein fachlicher Austausch sichergestellt.

Die vorhandenen Netzwerke und Kooperationen mit anderen Trägern der Jugend- und Kulturarbeit soll gestärkt und ausgebaut werden. Deshalb bringen wir uns in den Arbeitskreis Freier Träger, die AG nach §78 SGB VIII Kinder- und Jugendarbeit, sowie beim „Bunter Tisch“, AG nach §78 SGB VIII, und die Vernetzungsrunde des Stadtteils ein. Aber auch weit über den Stadtteil hinaus werden Kooperationen zu anderen Trägern, insbesondere der Jugendhilfe und Jugendbildung aufgebaut.

Auch Schulen wird eine Zusammenarbeit angeboten. Dabei stehen wir ihnen bei der Gestaltung von Kultur- und Bildungsveranstaltungen sowie Schulfesten zur Verfügung und bauen auf die langjährigen Erfahrungen mit den bisherigen Partnern.

Weitere teils langjährige Kooperationspartner sind: das Kinder- und Jugendbüro, die bezirklliche Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und demokratiegefährdende Phänomene „*polis“, Dissens E.V. und andere Träger und Einrichtungen der Jugendhilfe (Eastend, Kids & Co e.V., Kinderring Berlin e.V., Jugendfunkhaus, Orwohaus e.V….)

Qualitätsicherung

Mitarbeiter

Die Pädagogische Arbeit wird durch vier Mitarbeiter abgesichert. Die Leitung wird durch einen Sozialpädagogen (oder vergleichbare Ausbildung) im Umfang von 30h Stunbden je Woche abgesichert. Hinzu kommen für die regelmäßige Arbeit (Abdeckung der Öffnungszeit, Projektentwicklung und -durchführung) 2 Erzieher im Umfang von insgesamt 70 Stunden je Woche und eine weitere Mitarbeiterin mit 40 Stunden je Woche. Zusätzlich wird das Team durch einen weiteren Erzieher im Umfang von durchschnittlich 10 Stunden je Woche bei der Umsetzung von temporären Projekten sowie eine Fachkraft der internationalen Jugendarbeit für Maßnahmen in diesem Bereich im Umfang von durchschnittlich 10 Stunden je Woche unterstützt.

Unterstützt wird die Arbeit durch ein bis 2 Freiwillige im Europäischen Freiwilligendienst und partiell durch einen Bundesfreiwilligendienstleistenden.

Sie helfen im technischen Bereich und bei der konkreten Projektvorbereitung, können aber unter Anleitung des Fachpersonals auch eigene kleine Projekte und Angebote vorbereiten. Die Mitarbeiter arbeiten professionell, engagiert und zielgerichtet im Team zusammen und orientieren sich bei der Umsetzung der Ziele an den gesetzlichen Vorgaben, dem Jugendhilfeplan und dem Leitbild der Trägerin.

Sie werden auch Praktikanten anleiten. Das unterstützt die Tätigkeit in der Einrichtung, die Ausbildung neuen Fachpersonals und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit

Die Mitarbeiter erhalten Gelegenheit sich entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse weiterzubilden.Hierfür nehmen sie regelmäßig an selbstgewählten Weiterbildungen, an trägereigenen Weiterbildungen und an internationalen Trainings teil um ihre Kompetenzen zu erweitern und Erfahrungen auszutauschen. Die Themen trägereigenen Weiterbildungen werden entsprechend der Bedürfnisse im Team festgelegt und durch die Trägerleitung organisiert.

Öffnungszeiten

Die Regelöffnungszeit ist montags bis freitags 13 -21 Uhr, sowie Samstags von 15 -18 Uhr.

Bei Veranstaltungen werden sie erweitert. Außerhalb der Öffnungszeiten erhalten Interessengruppen (Bands, Theatergruppen, Jugendgruppen) Zugang zum Haus. Für Projekttage von Schulen oder anderen Institutionen werden im Vormittagsbereich die Räume geöffnet. Ebenfalls vormittags können Nachbarschaftsgruppen das Haus nutzen.

Evaluation

Die Qualitätssicherung erfolgt nach den im „Handbuch Qualitätsmanagement der Berliner Jugendfreizeitstätten“ festgeschriebenen Standards.

Um die Qualität der Arbeit zu erhalten und zu verbessern, beraten sich die Mitarbeiter regelmäßig im Team und koordinieren die gemeinsame Arbeit. Evaluation und Reflexion dienen der Auswertung der bisherigen Arbeit und werden durch Methoden, wie z.B. Befragung der Kinder und Jugendlichen, unterstützt. Die Ergebnisse daraus fließen in den Prozess der Konzeptionsentwicklung und Arbeitsplanung ein. Die Konzeption wird jährlich fortgeschrieben. In diesem Rahmen arbeiten wir eng mit der Fachsteuerung des Jugendamtes zusammen.


Kontakt

JFE "Anna Landsberger"

Prötzeler Ring 13

12685 Berlin

Tel.: 030/ 54 98 93 68

Mail: anna-landsberger@roter-baum-berlin.de

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag :     

14 Uhr bis 21 Uhr

Samstag :                  

14 Uhr bis 18 Uhr

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Di: ab 16.30 Uhr Theater unter Anleitung von Fine

Mi: ab 16 Uhr Wunschangebot (Kochen, Tanzen, Kickern etc.)

Do: ab 16 Uhr Bandarbeit, finde dein Instrument, deine Stimme, unter              Anleitung von Juric

ab 16 Uhr Boxen mit Roger

Fr:  ab 16 Uhr Rap-Workshop mit BooKa

ab 18 Uhr Rap-Battle in der Anna

jeden ersten Freitag im Monat Disco "Anna tanzt"

immer ab 14 Uhr: Chillen und ein offenes Ohr, gemeinsames Kochen, Kreatives, Graffiti, Proberaum, Tanzraum, Sport (Tischtennis, Fussball, Beach- Volleyball, Basketball, Slakeline etc.) und alles was Spaß machen kann

Förderer

Finanziert durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin.

Team

Katrin Fritzsch (Leitung)
Simone
Benjamin
Marei
Steven
Hissam (Freiwilliger im EVS)
Konrad (Praktikant)