Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf - 2017

Auch 2017 fördert wieder der Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf Projekte die von Bürgern, Initiativen oder Trägern eingereicht werden. Gefragt sind vor allem Projektideen die sich für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Ob ein gemeinsames Fußballturnier, ein Skate-Contest oder ein nachbarschaftlicher Grillabend mit Open-Air-Kino. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Initiativen, freie Träger oder Bürger_innen jeden Alters können sich mit ihren Projektideen für mehr Toleranz und Demokratie bis zum 30.5.2017 auf eine Förderung von bis zu 600€ bewerben.

Das Projekt sollte frühestens am 23.06.2016 starten und im Großraum Hellersdorf (auch Mahlsdorf und Kaulsdorf) stattfinden. Bewerbungen werden einfach per Mail an die „Roter Baum“ Berlin UG geschickt. Weitere Infos zur Förderung und Einreichung der Unterlagen gibt es auf dieser Seite. Alle erforderlichen Unterlagen befinden sich in der rechten Spalte dieser Seite.

Neue Antragsrunde bis 7.9.2017 - Aufruf zur Einreichung von Anträgen

Ab sofort uns bis zum 7.9.2017 können Anträge für die zweite Ausschüttung aus dem Aktionsfonds gestellt werden. Antragstellende sollten sich den 12.9. vormerken. An diesem Tag tagt die Jury und Antragstellende erhalten die Möglichkeit ihr Projekt weiter zu erläutern.

Im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf wird im Jahr 2017 erneut ein Aktionsfonds aufgelegt. Wir rufen Bürger/innen jeden Alters, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Der Fonds hat einen Gesamtumfang von 7.000 €, wobei Projekte mit einem Volumen von bis zu 600 € gefördert werden. Gefördert werden können Projekte, die in der Großregion Hellersdorf (inklusive Kaulsdorf, Mahlsdorf) umgesetzt werden. Frühestmöglicher Projektstart ist der 23.06.2017. Die Projekte müssen bis 30.11.2016 abgeschlossen sein.

Einreichung von Projektideen

Die Projektskizzen werden elektronisch an „Roter Baum“ Berlin UG übermittelt und dort gesammelt. Erfahrungsgemäß gibt es zwei Vergaberunden. Die zweite Frist für die Einreichung von Anträgen für den Aktionsfonds ist der 7.9.2017. 

Projektauswahl

Die Entscheidung über die Vergabe von Fördermitteln obliegt einer Jury, der 3 Vertreter des Begleitausschusses der „Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf“ sowie 3 Bürger/innen angehören. Folgende Kriterien sind für die Bewertung der Projektideen von Bedeutung:

Formal:

 

  • Wurde der Vorschlag rechtzeitig eingereicht?
  • Wurde die maximale Förderhöhe berücksichtigt?
  • Stimmen die Inhalte mit den Ausschreibungszielen überein?

Inhaltlich:

Die Projekte unterstützen:

  1. Belebung des öffentlichen Raums: z.B. Projekte, die Hellersdorf als lebenswerten und vielfältigen Bezirk erfahrbar machen, in dem sich alle Menschen, unabhängig von ihrem ethnischen und kulturellen Hintergrund, im öffentlichen Raum sicher fühlen und austauschen können
  2. Gemeinwesenarbeit / Demokratieentwicklung: z.B. Projekte, die Selbstwirksamkeit spürbar machen; Empowerment und Vertrauensbildung fördern; Toleranz, Vielfalt, Alltagsrassismus und Diskriminierung thematisieren und Reflexionsstrategien anwenden; erfolgreich an Pilotprojekte anknüpfen; insbesondere Schulen in den Fokus nehmen
  3. Bundestagswahlen 2017: z.B. Projekte, die sich mit den Wahlen befassen und zum demokratischen Austausch beitragen
  4. Willkommenskultur: z.B. Projekte, dieFlüchtlinge willkommen heißen und sie mit anderen Bewohner/innen vernetzen, ehrenamtliche Strukturen fördern

Förderfähige Ausgaben

Gefördert werden können Honorare und  Sachmittel. Sollten größere Anschaffungen für ein Projekt erforderlich sein, so besteht oftmals die Möglichkeit diese zu entleihen. Gern vermitteln wir diesbezügliche Kontakte.

Einreichung der Unterlagen:

Der Antrag muss vollständig ausgefüllt per Email (info@roter-baum-berlin.de)eingereicht werden. Formulare können  hier in der Seitenspalte herunter geladen werden.

Beispiele für erfolgreich umgesetzte Projekte im Jahr 2016 finden sich hier

Projekte im Aktionsfonds 2017

Nachfolgend stellen wir die geförderten Projekte 2017 vor. Sie wurden von der Jury ausgewählt. Um die Beiträge zu sehen, einfach die gelben Überschriften anklicken. Die Projekttexte sind die originalen Antragstexte und wurden redaktionell nicht bearbeitet.

Pausenradio - wir beleben unsere Schule

Seit März 2017 üben die Kinder an der Bücherwurm-Grundschule am Weiher in den großen Hofpausen den Flashmobtanz, der am 24.06.2017 im Rahmen des Stadtteilfestes aufgeführt wird. Das freiwillige Angebot hat in den vergangenen Wochen zu einer entspannteren Atmosphäre in den Pausen und teilweise sogar im Unterricht beigetragen. Mit großem Interesse tanzen regelmäßig zwischen 20-50 Kinder auf dem Schulhof, weitere 20-30 Kinder schauen gerne zu und der Rest erfreut sich einfach an der Musik, die gute Laune verbreitet und alle Menschen miteinander verbindet. Und es wird immer häufiger nachgefragt, was eigentlich nach der Aufführung des Tanzes passiert? Gibt es dann keine Musik oder kein derartiges Angebot mehr auf dem Schulhof?

Aus diesen Fragen heraus sind seitens der Kinder erste Ideen entstanden, wie die Pausen weiterhin sinnvoll gestaltet werden könnten. So kam u.a. der Vorschlag, eine Art Pausenradio zu gründen. Wir, als Schulsozialarbeiter, finden den Vorschlag klasse und wollen die Kinder in ihrem Vorhaben unterstützen, zumal ein Radio ein super Informationsmedium ist und alle medieninteressierten Kinder wichtige Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Medium Radio praxisnah sammeln können.

Zu den groben Eckdaten des Projektes: Die Aufgabe der Planung/Durchführung will eine Arbeitsgruppe (AG), bestehend aus interessierten Kindern der 5.+6. Klassen/Willkommensklassen, übernehmen (so kann auch die Einweisung des nachfolgenden Jahrgangs effektiver erfolgen). Während der Planungsphase werden Zweier-Moderatorenteams gebildet. Die einzelnen Moderatorenteams werden im wöchentlichen Rhythmus  an 2-3 Tagen in den großen Hofpausen arbeiten, so dass sich jeder nach seinem eigenen Zeitplan einteilen und am Projekt beteiligen kann. Es wird einen Monatsplan geben sowie Ersatzmoderatoren, die z.B. im Krankheitsfall einspringen können. Die AG Pausenradio wird sich in ihrer Arbeit mit verschiedenen Aspekten (Name, Technik, Werbung, Gesetze, etc.) auseinandersetzen.

Zudem wird sie z.B. durch demokratische Abstimmungen Musikwünsche entgegen nehmen, die Moderation zwischen den Titeln oder Angeboten (wie Yoga) übernehmen, evtl. Interviews durchführen und die Kinder zum Mitmachen motivieren. Unterstützung erhalten sie durch die Schulsozialarbeiter. Sie haben sich mit einer anderen Grundschule des Bezirkes, an der bereits seit längerer Zeit ein Schülerradio besteht, vernetzt.

Bis zu den Sommerferien wird eine Erprobungsphase einge<input type="image" class="c-inputButton" name="_saveandclosedok" src="http://www.roter-baum-berlin.de/typo3/clear.gif" title="Dokument speichern und schließen" />führt. Es werden Veränderungsvorschläge von allen Seiten entgegen genommen und schließlich erfolgt in der AG gemeinsam eine konstruktive Auswertung, was gut gelaufen ist und was verändert werden muss, um dann zu Beginn des neuen Schuljahres im September richtig starten zu können.

Das Projekt wird, langfristig gesehen, aktiv zum Wandel des Schulklimas beitragen, die Partizipation der Kinder fördern, deren soziale Kompetenzen stärken, einen gezielten Beitrag zur Integration der Willkommensklassen und schlussendlich zur Gewaltprävention leisten.

Interkulturelle Begegnung im Herbst 2017

Das Frauenzentrum des Matilde e. V. ist im Wohngebiet am Kastanienboulevard gelegen, in dem in den vergangenen Jahren ein starker Zuzug von Menschen verschiedener kultureller Herkunft mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus vermerkt wurde. Neben den Altbewohner*innen leben hier Migrant*innen, Ausländer*innen, Geflüchtete. Gleichzeitig ist der Bereich um den Kastanienboulevard wegen vieler sozial benachteiligter Familien, Alleinerziehender, Alleinstehender und Zugewanderter verschiedenster Nationalitäten seit Jahren ein sozialer Brennpunkt in Hellersdorf, in dem es besonderer Aktivitäten zur Unterstützung der Bevölkerung bedarf. Im Frauenzentrum Matilde steht den Anwohnerinnen ein umfassendes Beratungsangebot zur Verfügung. Darüber hinaus werden stets weitere unterstützende Angebote benötigt, die wir regelmäßig bedarfsgerecht aufstellen. Im Sinne der Partnerschaften für Demokratie richten wir unser Augenmerk im Herbst 2017 auf die Schaffung von Kontakten und Austausch der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Förderung eines guten Zusammenlebens im Wohngebiet. Dafür möchten wir mit Hilfe von Mitteln aus dem Aktionsfonds besondere Höhepunkte interkultureller Begegnung schaffen:Anfang Oktober planen wir im Frauenzentrum Matilde ein Fest für Hellersdorfer*innen, bei dem durch eine Band internationale Lieder und Tänze verschiedener Kulturen präsentiert werden, auch zum Mitsingen und Mitmachen; im November planen wir Aktivitäten von Frauen und Familien mit Kindern, wie Backen und Basteln, um durch Gelegenheiten gemeinsamen Handelns den Weg zu einem verständnisvollen Miteinander zu gehen. Durch unmittelbare Einbeziehung Hinzugezogener, insbesondere Migrantinnen und Geflüchteter, wollen wir interkulturelle Aspekte der verschiedenen Kulturen verstärkt mit einfließen lassen. Unsere Erfahrungen aus früheren gemeinsamen Aktionen bestätigen, dass sich Kinder und Eltern dabei unabhängig von kultureller Herkunft und dem Stand der Sprachkenntnisse besonders schnell verständigen und austauschen. Dadurch wird gegenseitiger Respekt, Akzeptanz und das Verständnis für neu Hinzugezogene untereinander und bei den Anwohner*innen gefördert.

Was für ein Zirkus

Schüler, Hortnerinnen Leherinnen und Lehrer und Eltern gestalten gemeinsam eine Zirkusprojektwoche. Für die Schüler (1. - 6. Klasse) geht es um das gemeinsame Agieren , bei dem es darum geht Vertrauen für einander zu entwickeln, zu entdecken, wer wo Stärken hat, und wer wo unterstützt werden muss. Schüler, die sonst nichts miteinander zu tun haben, lernen zusammenzuarbeiten.

Für die Eltern geht es darum gemeinsam diesen Lernprozess zu unterstützen. Sie sind während der Projektlaufzeit gemeinsam aktiv und helfen beim  Aufbau des Zirkusareals, schminken die Kinder, betreuen sie im Backstage, hängen Plakate auf und kümmern sich um die Gäste. Auf diese Weise mutiert die Projektwoche der Schüler zu einer wirklichen Schulprojektwoche.

Die Vorstellungen (4 insgesamt) sind öffentlich zugänglich (gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes). Sie werden durch die Elternschaft im Kiez beworben.

Glitzer Einhörner Girls- sprühen Hellersdorf schöner

„Glitzer Einhörner Girls“ ist ein Graffiti Projekt von Mädchen, für Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren. Es wird eine Wand gestaltet, an der Mädchen ihre eigenen Zeichnungen und Ideen verwirklichen können (bisherige Vorschläge: Einhörner, Regenbogen, Cupcakes, Elefanten, das Brandenburger Tor in rosa, etc.).

Ziel des Projektes ist es, das Selbstbewusstsein durch Selbstwirksamkeit zu stärken, sowie ein Gruppengefühl zu entwickeln und Vertrauen zueinander aufzubauen. Alle interessierten Mädchen aus Hellersdorf sind herzlich dazu eingeladen mitzuwirken und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Zuerst möchten wir die Materialien für das Projekt besorgen, anschließend werden die Graffiti Wände am Parcours Park weiß gestrichen. Gemeinsam werden Ideen und Entwürfe zusammen getragen und mit der Hilfe von geübten Sprühern umgesetzt.

Grillen verbindet- wir gehören zusammen

Das Angebot „Grillen verbindet- wir gehören zusammen“ ist ein multikulturelles Grillfest, welches zum gemeinsamen Austausch von Kulturen und Interessen dienen soll. Organisiert wird es von Mädchen aus Hellersdorf. Ganz herzlich laden wir geflüchtete Familien, Kinder und Jugendliche aus den Flüchtlingswohnheimen in Hellersdorf ein, gemeinsam mit den Einwohnern des Stadtteils Berlin- Hellersdorf einen schönen Nachmittag bei gutem Essen und Trinken zu verbringen.

Die Idee und das Ziel dieses Grillnachmittags ist es, sich Gegenseitig besser kennenzulernen, Vorurteile und/oder Ängste voreinander zu nehmen und abzubauen und einen schönen Tag zusammen zu verbringen. Die Lebensmittel werden über den Aktionsfond finanziert und ein öffentlicher Grillplatz wird noch bekannt gegeben. 

Vermittlung politischen und kulturellen Wissens an Flüchtlinge

Ziel des Projektes ist die Vermittlung politischen und kulturellen Wissens an Flüchtlinge auf der niederschwelligen Ebene. Das von Flüchtlingen selbstverwaltete Internetcafé „LaLoka“ bietet Flüchtlingen, die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und im Bezirk zurechtzufinden.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass aber die Annäherung an deutsche Lebenswelten für die Flüchtlinge äußerst schwierig ist. Jenseits der Wissensvermittlung im Deutschunterricht fehlt es oft Verständnis und an grundlegendem Know-how zur erfolgreichen Bewältigung des Alltags in unserem Bezirk. Mangelnde Kenntnisse über die Funktionsweise und Teilhabemöglichkeiten unserer Demokratie, unser Staatsverständnis auch im Alltag des Bezirkes,  aber auch unzureichende Kenntnisse etwa im Bereich von Gesundheit und Verhütung führen zu Verunsicherungen und Fehleinschätzungen und verstärken die Isolierung und Abschottung vieler Flüchtlinge in den jeweiligen Unterkünften.

Unser Vorschlag wäre die Förderung von muttersprachlichen Multiplikatoren, die das nötige Wissen auch auf informellem Weg weitergeben können. Denn gerade Informationsvermittlung durch eigene Landsleute in den Unterkünften scheint ein wichtiger Ansatzpunkt zu sein. Dazu sollten Honorarkräfte in den Unterkünften selbst Informationen zu verschiedenen Themenkomplexen wie Umgang mit Konflikten, Gewaltfreie Kommunikation, Stressbewältigung und  Aufklärung an Bewohner mit schon fortgeschrittenen Deutschkenntnissen,  vermitteln, in denen sich unser  demokratisches Gemeinwesen, Gesundheitsvorstellungen, Werte in der Kindererziehung und Familienmodelle widerspiegeln. Die Verknüpfung mit den schon vor Ort existierenden Institutionen, ist dabei sehr erwünscht.

Unser Schulgarten der Bücherwurm Grundschule

Mit der Errichtung von Hochbeeten und dem Befüllen sowie Bepflanzen sollen der Schulgarten langfristig als umweltpädagogisches Projekt etabliert und für alle Schüler zugänglich gemacht werden. Die vorhandene Fläche bietet dafür genug Platz für kreative und gartenarbeiterische Maßnahmen. Wir wollen, dass Kinder den Umgang mit Werkzeug und das Wissen, wie Pflanzen wachsen und geerntet werden, erlernen.

Die Früchte und positive Rückmeldungen unterstützen die Motiviation, sich auch zukünftig für Pflanzen und den Schulgarten zu engagieren. Mit den Klassen sollen im Rahmen des Sach- und Naturwissenschaftsunterrichts die Flächen als direkte Lernorte genutzt werden. Neben der Umweltpädagogik steht auch die Integration als Leitziel hinter der Idee des Schulgartens. Bisher unangesprochene Interessen und ungenutzte Fächigkeiten soll in der Projektarbeit mit den Kindern mit eingebunden werden und denen einen anderen Zugang zum Aufbau ihres Selbstwertgefühls ermöglichen.

Durch die Begleitung der Erwachsenen können so verhaltensauffällige, schwer integrierbare oder ausgeschlossene Kinder sowie neuen unbekannten (Flüchtlings-)Kindern mit in die Arbeit inkludiert werden. Die Bewirtschaftung ist derzeit aufgrund fehlender Werkzeuge erschwert und unattraktiv. Das soll mit neuen Werkzeugen und der Erschaffung von Flächen anders werden. Die Kinder können dabei mit ihren Ideen den Garten für die Zukunft mitgestalten und werden an den Erträgen beteiligt.

Katalog 5 Jahre KAMI

Das KAMI ist die Abkürzung für die 4 wichtigsten Konzepte für Frauen, die Mitglied in unserem Verein MaMis en Movimiento e.V. sind: Kunst, Arbeit, Migration, und Integration. Es geht dabei um die Bedenken bezüglich der Möglichkeiten der Wiedereingliederung in das Berufsleben in Berlin und wurde erfolgreich von 2013 bis 2017 durchgeführt.

Der Vorschlag für das KAMI-Projekt stammte von spanischsprachigen Frauen,   die im Zuge des Migrationsprozesses mit Verlustgefühlen zu kämpfen hatten. Mit diesem Projekt wurde versucht, den Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu geben, ihren Platz in der Gesellschaft neu zu finden. Dazu wurde die Kunst als Ausdrucksträger eingesetzt. In diesem Zusammenhang kann die Fotografie als Kunst die Leistungen, die während des Prozesses entwickelt wurden, darstellen. Diese Fotoausstellungen haben gezeigt, wie wir erkennen, welches unsere ersten Schritte sind, um uns mit den neuen Möglichkeiten, die unser Gastland anbietet, zu verbinden.

Zum 5.Jubiläum des KAMIs, wollen wir einen Katalog designen, in dem die Erfahrungen der Teilnehmerinnen aus diesen fünf Jahren des Projektes und die dazugehörigen Fotoausstellungen als Sammlung gezeigt werden. Die Teilnehmerinnen beteiligen sich aktiv an dem Projekt mit Ihren Fotos und Kommentaren. Sie werden als Beispiel für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Empowerment für  Migranten/innen gezeigt und die Broschüre als Werkzeug um eine positive Integration im Bezirk zu erreichen.

Papanachmittag für alle Väter

Das Projekt "Papanachmittag für alle Väter" ist eine Verbindung von "Väterarbeit" und der Arbeit mit Geflüchteten. Auch geflüchtete Väter sind an einer guten Bindung zu und Entwicklung von ihren Kindern interessiert. Auch Sie haben Fragen und Unsicherheiten im Umgang mit ihren Kindern. Wie etwa "movemen" (movemen.org) zeigt, benötigen männliche Geflüchtete und hier speziell Väter einen zugewandten und geschlechterreflektierenden Blick.

Das Projekt möchte die folgenden Ziele erreichen:

  1. Raum für Fragen und Austausch untereinander öffnen;
  2. Stärkung der Väter und Befähigung eigene Stärken und Potentiale zu erkennen;
  3. Wissensvermittlung zur Entwicklung von Kindern;
  4. Wissensvermittlung zum gesellschaftlichen Zusammenleben in Deutschland;
  5. Öffnung der Nachmittage als Begegnung zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Vätern.

Aller zwei Wochen finden die Treffen mit geflüchteten Vätern aus der Unterkunft Brebacher Weg statt. Der Einstieg soll niederschwellig erfolgen. Deshalb wird es die ersten Male eine Begleitung aus der Unterkunft geben. Folgende Aktivitäten sind geplant: Essen, Kochen, Spiele, Filme, Info-Inputs, Begleitung, Offenheit und Ansprechbarkeit. Für ein gutes Gelingen des Projektes, ist die Kostenfreiheit für die TN wichtig. Es soll ein vertrauter Rahmen geboten werden, der allen Beteiligten einen Zugewinn an Selbstvertrauen, Vertrauen zu Anderen und ein Mehr Erziehungskompetenzen ermöglicht.

"Expedition Alien - Auf der Suche nach unserem Ich"

Die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und die Dekonstruktion von zugewiesenen Geschlechterrollen sind zwei sehr komplexe und bedeutsame Themen, welche oft weder im schulischen, noch im außerschulischen Kontext Raum finden. Dabei spielt Geschlecht in unserer Gesellschaft eine enorme Rolle und es handelt sich hierbei um eine Kategorie, die großen Einfluss auf unser Selbstverständnis und unsere Entfaltungsmöglichkeiten hat. Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung ist alltäglich und wird oftmals gar nicht thematisiert bzw. ist sie so sehr in unserem Alltag vorhanden, dass wir es gar nicht mehr wahrnehmen (Bsp.: Beschimpfungen unter Jugendlichen wie "Schwuchtel" oder "Pussy"). Wir, vier Studentinnen der Sozialen Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, haben im Rahmen eines Seminars die Möglichkeit ergriffen, uns in Verbindung mit Jugendarbeit mit diesen Themen zu beschäftigen. Im Zuge dessen haben wir einen Gender-Sensibilisierungsworkshop konzipiert, der mit Kindern und Jugendlichen eines Jugendclubs im April 2017 durchgeführt wurde.Ziel des Workshops war es zum einen, den Kindern die Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt mit Spaß näher zu bringen, zum anderen wollten wir einen geschützten Raum bieten, in dem ein persönlicher Austausch untereinander möglich ist. Ein weiteres Ziel war es, den Jugendlichen ein Bewusstsein für unterschiedliche Lebensweisen und Identitäten näher zu bringen. Außerdem wollten wir Solidarität fordern und Geschlechterrollen als ein gesellschaftliches Konstrukt aufdecken. Da sich der Workshop als voller Erfolg darstellte und wir die Rückmeldung erhielten, dass es ein wichtiges Thema für verschiedene Jugendfreizeiteinrichtungen ist, möchten wir nun die Chance nutzen und ihn erneut anbieten und durchführen, diesmal in interessierten Hellersdorfer Einrichtungen.Der Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen ca. 10 und 16 Jahren, dauert ca. 3 Stunden und wird an die jeweilige Zielgruppe entsprechend angepasst. Wir setzen vor allem auf interaktive Übungen und Diskussionen und beziehen die individuellen Erfahrungen und Geschichten der Teilnehmer*innen ein. Genderbezogene Themen, die in der jeweiligen Einrichtung eine wichtige Rolle spielen, erörtern wir vorab im Rahmen einer Bedarfsanalyse mit den jeweiligen Mitarbeiter*innen und bauen sie entsprechend in unser Workshopkonzept ein.

Hellersdorf in Bildern

Mit dem Projekt „Hellersdorf in Bildern“ werden Menschen aus Berlin  Hellersdorf ihre Umwelt in Bilden (gezeichnet, gemalt, fotografiert) widerspiegeln. Dabei sollen Menschen angesprochen werden, Bilder zu kreieren, die hier wohnen und Menschen, denen Hellersdorf ein neues sicheres Zuhause werden kann. Dabei sehe ich den Schwerpunkt in der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen aus Schulen und Geflüchtetenunterkünften n Hellersdorf, sowie von Bewohner der Pflegezentren Kaulsdorf Nord.  Außerdem liegt es mir am Herzen das Stadtteilzentrum KOMPASS  mit diesem Pilotprojekt zu einem angenommenen Treffpunkt der ansässigen Bewohnern  und Gästen zu entwickeln.  Die erste Ausstellung von Bildern zum Thema „mein Zuhause“ soll den Auftakt geben für eine regelmäßige Ausstellungsfolge zu weiteren Themen in den Räumen des Stadtteilzentrums. Die Ausstellungen werden im Beisein der Laienkünstler mit Vernissagen eröffnet, bei denen die unterschiedlichen Darstellungen zu einer regen Diskussion unter den Teilnehmern anregen werden.

ZUNGENBRECHER: Sprachstammtisch für den interkulturellen Austausch

Das Projekt zielt darauf Menschen aus verschiedensten kulturellenHintergründen zusammen zu sammeln und damit den interkulturellen Austausch zu fördern.Geplant sind Präsentationen der Bräuche, traditionellen Gerichten und der Musik der jeweiligen Länder. Bei Getränken und Snacks können sich dann alle zwanglos darüber zu unterhalten und mitzumachen (zum Beispiel bei Tänzen) 5 Länder werden bislang mit Sicherheit teilnehmen und zwar: Bulgarien, die Türkei, Serbien, Österreich und Albanien. Bei Gelegenheit werden noch andere der Liste hinzugefügt. Vorerst sind drei Veranstaltungen geplant. Wenn das gut funktioniert, werden wir das weiterführen.Die Veranstaltung soll am Ende einen kurzen Smartphone Film ergeben der auf YouTube hochgeladen sein wird und dann auf die Seite des Events auf Facebook gepostet sein wird.

MakeTheHoodLookGood

Ich wünsche mir die Belebung der Hellersdorfer Nachbarschaft durch eine kleine, mehrtägige Aktion. Das bedeutet ich möchte gerne etwas organisieren was die Anwohner verbindet, dass klappt sehr gut in dem man sie zu Musik, Grill, Getränken und etwas künstlerischen einlädt. Dafür suche ich einen Ort im Bezirk der künstlerisch gestaltet werden kann, mit Menschen unterschiedlichen Alters und  unabhängig ihrer Herkunft. Im Optimalfall etwas nachhaltiges kreatives, was für einen längeren Zeitraum erhalten bleibt um den Sozialraum langfristig aufzuwerten. Die Umsetzung dessen soll gemeinschaftlich stattfinden, mit Menschen aus der Gemeinde. Dass bedeutet konkret, dass ich anfänglich Kontakt zu einem örtlichen Jugendclub aufnehmen möchte um interessierte Jugendliche zu finden, Ideen zu sammeln was und wo man etwas verändern sollte und vor allem auch wie, ganz nach Ihren Vorstellungen. Dafür benötige ich eine finanzielle Unterstützung um Materialien, bzw. Sachmittel zu kaufen. Dass bedeutet ich brauche Nahrungsmittel und Getränke, Künstlerbedarf (Strickzeug, Malerbedarf, Holz, Werkzeuge oder was auch immer benötigt wird). Ich beantrage lediglich 500€ da ich bereits Kontakte zu Einrichtungen aus dem Bezirk habe, welche mich mit Materialien unterstützen würden, wie zum Beispiel einem DJ inklusive seinem Equipment, welcher kostenfrei spielen würde. Aber auch Grill und Sitzmöglichkeiten könnte ich kostenfrei gestellt bekommen, sodass weniger Geld ausgegeben  werden muss. Zur Durchführung plane ich einen Workshop zur Ideenfindung, einen Kiezspaziergang zur Bewerbung der Idee und der Suche nach einem idealen Ort für unser Vorhaben. Mithilfe meiner Partner und Freunde ehrenamtliche Helfer) möchte ich die Aktionen an maximal 3 Tagen durchführen.


Kontakt

"Roter Baum Berlin" UG

Stendaler Straße 43
12627 Berlin
fon:  030 99281840
fax:  030 99281842
info@roter-baum-berlin.de

Förderer

Dieses Projekt wird gefördert durch die Bundesrepubik Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben".

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