Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf - 2021

Der Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf fördert wieder eure Ideen. Ob ein gemeinsames Fußballturnier, ein Diskussionsabend, ein Skate-Contest oder ein nachbarschaftlicher Grillabend mit Open-Air-Kino. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Initiativen, freie Träger oder Bürger_innen jeden Alters können sich mit ihren Projektideen für mehr Toleranz und Demokratie auf eine Förderung von bis zu 600 € bewerben.

Das Projekt sollte frühestens am 15.3.2021 starten und in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf stattfinden. Weitere Infos zur Förderung und Einreichung der Unterlagen gibt es auf dieser Seite. Alle erforderlichen Unterlagen befinden sich in der rechten Spalte dieser Seite.

Zweiter Aufruf zur Einreichung von Projektideen beim Aktionsfonds Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf

Im Rahmen der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf wird im Jahr 2021 erneut ein Aktionsfonds aufgelegt. Wir rufen Bürger:innen jeden Alters aus Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Dabei können Projekte bis zu einer Höhe von 600 € gefördert werden. Gefördert werden können Projekte, die in Hellersdorf, Mahlsdorf oder Kaulsdorf umgesetzt werden. Frühestmöglicher Projektstart ist der 1.3.2021.

Interessierte, die über wenig Erfahrung mit Projektanträgen verfügen, können sich gern beraten lasse. Rufen Sie dazu 030 9928 1840 an. Die Beratung kann telefonisch oder bei einem Treffen erfolgen.

Workshop

Für Bürger*innen und Initiativen, die beim Ausfüllen des Projektantrages oder der Projektentwicklung unterstützt werden möchten, bietet die FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf einen Workshop „Von der Idee zum fertigen Antrag“ an. Er findet am Montag, dem 3. Mai 2021 zwischen 17:00 und 20 Uhr digital statt. Die Anmeldung zum Workshop ist über kontakt@fwa-mh.de möglich.

Einreichung von Projektideen

Der Antrag muss vollständig ausgefüllt per Email an info@roter-baum-berlin.de gesendet werden. Formulare können  auf https://www.roter-baum-berlin.de/ aktionsfonds21/ heruntergeladen werden.

Erfahrungsgemäß gibt es mindestens zwei Vergaberunden. Die nächste Frist für die Einreichung von Anträgen für den Aktionsfonds ist der Montag, den 10. Mai 2021.

Projektauswahl

Die Entscheidung über die Vergabe von Fördermitteln obliegt einer Jury, der Vertreter*innen des Begleitausschusses der „Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf“ sowie Bürger*innen angehören. Folgende Kriterien sind für die Bewertung der Projektideen von Bedeutung:

Formal:

  • Stimmen die Inhalte mit den Ausschreibungszielen überein?
  • Wurde der Vorschlag rechtzeitig eingereicht?
  • Wurde die maximale Förderhöhe berücksichtigt?

Inhaltlich:

Die Projekte unterstützen (einer oder mehrere Aspekte müssen im Antrag als Ziel erkennbar sein):

  1. Förderung demokratischer Beteiligungsprozesse und -kompetenzen
  2. Empowerment von (ehrenamtlichen) Bürgerinnen und Bürgern sowie die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen
  3. Wertschätzung von Vielfalt in der Gesellschaft
  4. Engagement gegen Menschenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Diskriminierung sowie für Toleranz, Vielfalt und ein solidarisches Zusammenleben
  5. Geschlechtergleichstellung, Auseinandersetzung mit Genderthemen
  6. Umweltgerechtigkeit und Engagement für Klimaschutz
  7. Angebote zur politischen Bildung zu oben genannten Inhalten
  8. Projekte in Kooperation mit Schulen zu oben genannten Inhalten
  9. Solidarischer Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie
  10. Fake Facts, Fact-Checking und Verschwörungserzählungen
  11. Künstlerisch-politische Aktionen und Aktivitäten, insbesondere im öffentlichen Raum

Förderfähige Ausgaben

Gefördert werden können Sachmittel. In begründeten Fällen können auch Honorare an Dritte berücksichtigt werden. Sollten größere Anschaffungen für ein Projekt erforderlich sein, so besteht oftmals die Möglichkeit diese zu entleihen. Gern vermitteln wir diesbezügliche Kontakte.

Projekte im Aktionsfonds

Nachfolgend stellen wir die geförderten Projekte 2021 vor. Sie wurden von der Jury ausgewählt. Um die Beiträge zu sehen, einfach die gelben Überschriften anklicken. Die Projekttexte sind die originalen Antrags- oder Berichtstexte und wurden redaktionell nicht bearbeitet.

Antragstext:

Vor drei Jahren haben Anwohner gemeinsam mit anliegenden Geschäften begonnen Anfang Dezember ehrenamtlich einen Adventsmarkt zu organisieren.

Er ist ein offenes und nicht kommerzielles Angebot für alle großen und kleinen Bürger im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet damit eine integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit großen Eifer und Engagement setzen wir uns jedes Jahr für das Gelingen des Projektes und ein buntes Angebot ein. 

Im vergangenen Jahr haben wir Gemeinsam mit zahlreichen Nachbarn und der Unterstützung vom Weihnachtsmann mit seinem Rentier Rudolf sowie Eiskönigin Elsa persönlich mit dem Adventszauber am Cecilienplatz für strahlende Kinderaugen und jede Menge Weihnachtsstimmung gesorgt. Während online bei Facebook zwei ehrenamtliche Leserinnen mit weihnachtlichen Geschichten für gute Laune gesorgt haben, waren Eiskönigin Elsa und der Weihnachtsmann auf dem Cecilienplatz fleißig am Geschenke verteilen, Wunschzettel einsammeln und Fotos machen.

Je nachdem was die Pandemie zulassen wird, gibt es dieses Jahr erneut mit zahlreichen Akteuren aus dem Kiez einen „Adventszauber" oder wir schaffen es wieder Marktstände anbieten zu können. An diesen können die Kinder individuelle Weihnachtsgeschenke fertigen, während die Erwachsenen Zeit haben zum Schwatzen am Lagerfeuer bei leckerem warmen Kakao und sich kennen zu lernen. Diese soll das Miteinander und die Toleranz gegenseitig im Bezirk fördern.

Antragstext:

Clean up MaHe ist ein Projekt von Bürger*innen des Bezirks mit dem Ziel, dass sich Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft gemeinsam ehrenamtlich für den Umweltschutz in Marzahn-Hellersdorf engagieren. Interessierte Bürger*innen gehen, unter Einhaltung der Hygienevorgaben der Covid19 Pandemie, an ausgewählten Orten z.B. Müll sammeln und Magnet fischen, um die von ihnen frequentierten Lebensräume in ihrem Bezirk sauber zu halten.

In den verschiedenen regelmäßigen Aktionen im öffentlichen Raum findet eine Sensibilisierung für die Themen Umwelt und Müllentsorgung oder ein Austausch über den Umgang mit Ressourcen und Nachhaltigkeit statt. Die Teilnehmer*innen haben dadurch die Chance, einen emotionalen Zugang und eine Verbindung zur Natur und Umwelt, um diese zukünftig effektiver zu schützen.

Gleichzeitig werden die Menschen, die unter den Folgen der Corona-Pandemie physisch und/oder psychisch leiden, gestärkt und wieder mehr zusammen gebracht. Im Vordergrund stehen dabei die generationsübergreifende Arbeit und der freiwillige Charakter des Angebotes. So können im Projekt Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam aktiv sein. Dabei besteht die Möglichkeit, die Lebenswelten der anderen besser kennenzulernen und wieder mehr Verständnis füreinander zu entwickeln. Dadurch werden bestehende Vorurteile abgebaut und die Teilnehmer*innen finden zu einer Gemeinschaft zusammen, was das solidarische Zusammenleben fördern soll. Darüber hinaus wird die Selbstwirksamkeit eines jeden Einzelnen gestärkt. Zudem werden Ermächtigungsprozesse der Bürger*innen unterstützt, da sie z.B. neue Beobachtungen in ihrer Umgebung machen und sich ihnen unbekannte Orte im Bezirk durch das Projekt erschließen. Ganz nebenbei wird durch die Maßnahmen im Projekt die Außenwahrnehmung des Bezirkes verbessert. Dies führt u.a. auch dazu, dass sich die Bürger*innen hier wohler fühlen.

Durch fehlende Sitzmöglichkeiten im Außenbereich der Einrichtung, wird das Außengelände, Der Nische, nicht oft von den Klientel der Einrichtung benutzt. Unsere Ziele sind es, dass wir ab dem Frühling an draußen in der frischen Luft (gesundheitsfördernd) sitzen können. Das ständige Hin und Her tragen der Möbel aus dem Innenbereich der Einrichtung, ist für die Gesundheit aller Mitarbeiter und helfenden Jugendlichen nicht tragbar. 
Durch Anfragen des Klientels der Einrichtung und deren Eltern/Verwandte, haben wir dieses Projekt *Endlich draußen chillen* mit den Jugendlichen geplant und dokumentiert. Das Projekt wird von den Jugendlichen selbst angeleitet mit der Unterstützung ehrenamtlicher Eltern, Nachbarn aus der Umgebung und der Fachkräften. 

Es soll ein Ort der Begegnung entstehen. Die Begnung und die Kommunikation untereinander soll gefördert werden. Das Sitzen zwischen den neugepflanzten Beeten soll die Umweltbildung in den Fokus gestellt und gefördert werden. Beim Bauen und Gestalten der Möbel, können die Jugendlichen und Erwachsenen die sozialen Kompetenzen wie: Eigenverantwortung (Verantwortung anderer), Teamfähigkeit, Respekt & Toleranz, Hilfsbereitschaft, Kompromissbereitschaft, Lernbereitschaft und die Kommunikationsfähigkeit fördern oder sogar neu kennenlernen. 
Es wird ein Schutz - und Sicherheitskonzept erstellt. Das Projekt wird durch Fotos, Videos und Social - Media - Kanälen begleitet. 

Unser Projekt hat zum Ziel Vereinen, gemeinnützigen Organisationen, Firmen der Umgebung und im Ehrenamt tätige Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform zu bieten, sich vorzustellen und über Ihre Arbeit zu informieren. Darüber hinaus möchten wir das Viertel beleben und das Nachbarschaftsgefühl stärken.

Bereits zum 10. Mal findet das Familientraditionsfest auf dem Cecilienplatz statt. Neben einem kleinen klassischen Rummelangebot steht vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund.

Letztes Jahr ist es leider durch COVID-19 ausgefallen, erst im August ist das Familientraditionsfest on Tour (Familientraditionsfest 9 1/2) durch unseren Bezirk gezogen und konnte vielen Kindern und ihren Familien ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
 
Traditionell startet das Familientraditionsfest Freitags und wird durch die Streetworker Hellersdorf gestaltet. Die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen und Erwachsenen basteln, tanzen, singen und spielen mit den Festbesuchern und motivieren Jung und Alt die Streetworker über das Fest hinaus zu unterstützen. 

Samstags präsentieren sich Vereinen, gemeinnützigen Organisationen, Firmen der Umgebung!! Eine Aufzählung der Akteure reicht für diese Seite nicht!!

Der Sonntag wird zusätzlich durch Krankenkassen und dem DRK unterstützt.

Antragstext:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einigen Jahren organisiert der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin Hellersdorf e.V. mit freiwilligen Helfern, Anwohnern und lokalen Unternehmern Anfang Oktober ein Herbstfest.

Wir wollen die Kameraden und Mitglieder der Freiwilligen und Jugendfeuerwehr bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit  unterstützen. Seit der Gründung des Vereines verfolgt dieser das Ziel, das Ehrenamt zu unterstützen, für ein zusätzliches kulturelles Angebot im Kitz zu sorgen was auch jedem zugänglich ist. 

Auch in Corona - Zeiten darf das Miteinander nicht zu kurz kommen!! Unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes sehen wir der Durchführung positiv entgegen! 

Das Herbstfest ist ein offenes Angebot für alle großen und kleinen Nachbarn im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet so eine integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit dieser ehrenamtlich auf die Beine gestellten Nachbarschaftsaktion wird unser Kiez belebt, ein kulturellen Austausch ermöglicht und so das Nachbarschafts- aber auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. 

Geplant ist für die Kleinen eine Bastelstrecke für Laternen und Laubbilder, Kürbisschnitzen, Feuerholz & Tonnen sowie Stockbrotteig, … uns vieles mehr!

Das bereits etablierte Herbstfest durch die Nachbarschaft soll auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil unseres Kiezes bleiben und hier zum guten und friedlichen Miteinander sowie Toleranz beitragen.

 

Küche und Kochen beleben Sinne und Motorik in vielerlei Hinsicht. Sie sprechen Auge, Mund, Nase, Ohr, Hände und Geist an. Und: Küche und Kochen sind international in vielerlei Richtung unterschiedlich. In Matildes Cafe der Begegnung kommen (unter C-freien Beding.) jeden Montag Frauen* aus vielen Kulturen zusammen - Syrierinnen, Iranerinnen, Afghaninnen, Russinnen und deutsche Frauen*, alle mit ihren Lebens- und Koch-Erfahrungen. Groß ist die Auswahl und Verschiedenartigkeit. Und: die Frauen* bekommen auch einen Blick für Gemeinsames, nicht nur in der Küche, auch im Leben. Über das Kochen/Backen im Cafe der Begegnung sollen Frauen mit unterschiedlichen Lebenswegen und Erfahrungen 1x im Monat zusammenkommen, sich durch das gemeinsame Tun näher kennen lernen, austauschen und Verständnis füreinander entwickeln. Die Küche ist dabei ein Türöffner, mit leichter Hand und in lockerer Stimmung kommen ganz nebenbei Lebensgeschichten mit auf den Tisch, die auch Weltgeschichte sind. Dieses Angebot für 2021 wurde von allen Frauen*, die Gäste unseres Cafes sind, gewünscht und entwickelt. Am Ende wird ein gemeinsames kleines Kochbuch entstehen, an dessen inhaltlicher Gestaltung sich alle beteiligen. Insgesamt sind 8 Veranstaltungen geplant. Die Kinder der Frauen* sind selbstverständlich mit dabei und bringen sich und ihre Ideen mit ein!

"Es ist keine gute Küche, wenn sie nicht aus Freundschaft zu demjenigen, für den sie bestimmt ist, gemacht wurde.“(Paul Bocuse - berühmter franz. Koch)

Antragstext:

Seit 8 Jahren organisieren Anwohner und lokale Unternehmer immer Anfang Oktober einen Lampionumzug durch die Wohngebiete in Kaulsdorf-Nord. 

Er ist ein offenes Angebot für alle großen und kleinen Nachbarn im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet damit eine integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit dieser ehrenamtlich auf die Beine gestellten Nachbarschaftsaktion möchten wir gemeinsam unseren Kiez beleben und so das Nachbarschaftsgefühl stärken.
 
Bereits im Vorfeld sind die Nachbarn aufgerufen, sich bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltung für die Kinder und Familien zu beteiligen. Hier erfahren wir jedes Jahr rege Unterstützung, z.B. beim gemeinsamen Vorbereiten des Stockbrotteigs, bei der Sicherung des Umzugs und auch beim Aufräumen nach der Veranstaltung. 

Mit unserem gut ausgeklügeltem Hygienekonzept werden wir den Umzug durchführen können.

Der Umzug selbst soll von dem Marzahner Fanfarenzug e.V. begleitet werden. Zahlreiche Vereine und Akteure nehmen daran in lockeren Gruppen teil. Für Kinder aus sozialschwachen Familien halten wir zudem Lampions bereit, die diese dann mit strahlenden Augen nehmen und stolz am Umzug teilnehmen.

Nach dem Umzug können die Kinder an den Feuertonnen, mit einer kleine musikalische Untermalung, Stockbrot zu backen.