Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf - 2022

Der Aktionsfonds der Partnerschaften für Demokratie Hellersdorf fördert wieder eure Ideen. Ob ein gemeinsames Fußballturnier, ein Diskussionsabend, ein Skate-Contest oder ein nachbarschaftlicher Grillabend mit Open-Air-Kino. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Initiativen, freie Träger oder Bürger_innen jeden Alters können sich mit ihren Projektideen für mehr Toleranz und Demokratie auf eine Förderung von bis zu 600 € bewerben.

Das Projekt sollte frühestens am 1.6.2022 starten und in Hellersdorf, Kaulsdorf oder Mahlsdorf stattfinden. Weitere Infos zur Förderung und Einreichung der Unterlagen gibt es auf dieser Seite. Alle erforderlichen Unterlagen befinden sich in der rechten Spalte dieser Seite.

Aufruf zur Einreichung von Projektideen beim Aktionsfonds Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf

Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf wird im Jahr 2022 erneut ein Aktionsfonds aufgelegt. Wir rufen Bürger:innen jeden Alters aus Hellersdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf, Initiativen oder freie Träger auf, sich mit kreativen Projektideen für Toleranz und Demokratie einzusetzen und dabei ein Zeichen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung zu setzen.

Gefördert werden können Projektevorschläge, die im Laufe des Jahres 2022 in Hellersdorf, Mahlsdorf oder Kaulsdorf umgesetzt werden sollen. Die maximale Fördersumme beträgt 600 Euro. Frühestmöglicher Projektstart ist der 1.6.2022.

Interessierte, die über wenig Erfahrung mit Projektanträgen verfügen, können sich gern beraten lassen. Rufen Sie dazu 030 9928 1840 an. Die Beratung kann telefonisch oder bei einem Treffen erfolgen.

Einreichung von Projektideen

Der Antrag muss vollständig ausgefüllt per Email an info@roter-baum-berlin.de gesendet werden. Formulare können  auf https://www.roter-baum-berlin.de/aktionsfonds22/ heruntergeladen werden.

Erfahrungsgemäß gibt es mindestens zwei Einreichfristen pro Jahr. Die Frist für die Einreichung von Anträgen für den Aktionsfonds ist der 21.5.2022. 

Projektauswahl

Die Entscheidung über die Vergabe von Fördermitteln obliegt einer Jury, der Vertreter*innen des Begleitausschusses der „Partnerschaft für Demokratie Hellersdorf“ sowie Bürger: innen angehören. Folgende Kriterien sind für die Bewertung der Projektideen von Bedeutung:

Formal:

  • Stimmen die Inhalte mit den Ausschreibungszielen überein?
  • Wurde der Vorschlag rechtzeitig eingereicht?
  • Wurde die maximale Förderhöhe berücksichtigt?

Inhaltlich:

Die Projekte unterstützen (einer oder mehrere Aspekte müssen im Antrag als Ziel erkennbar sein):

  • Förderung demokratischer Beteiligungsprozesse und -kompetenzen
  • Empowerment von Bürger:innen sowie die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen
  • Engagement für Toleranz, Vielfalt und ein solidarisches Zusammenleben sowie Engagement gegen Menschenfeindlichkeit, Alltagsrassismus und Diskriminierung
  • Geschlechtergleichstellung, Engagement für Geschlechtervielfalt
  • Umweltgerechtigkeit und Engagement für Klimaschutz
  • Umgang mit Fake Facts und Verschwörungserzählungen, Fakten-Checking, Wissenschaftskommunikation
  • Angebote zur politischen Bildung zu oben genannten Inhalten
  • Projekte in Kooperation mit Schulen zu oben genannten Inhalten 

Förderfähige Ausgaben

Gefördert werden können Sachmittel. In begründeten Fällen können auch Honorare an Dritte berücksichtigt werden. Sollten größere Anschaffungen für ein Projekt erforderlich sein, so besteht oftmals die Möglichkeit diese zu entleihen. Gern vermitteln wir diesbezügliche Kontakte. Honorare für Antragstellende und deren Teammitglieder sind nicht förderfähig.

Projekte im Aktionsfonds

Nachfolgend stellen wir die geförderten Projekte 2021 vor. Sie wurden von der Jury ausgewählt. Um die Beiträge zu sehen, einfach die gelben Überschriften anklicken. Die Projekttexte sind die originalen Antrags- oder Berichtstexte und wurden redaktionell nicht bearbeitet.

Sachbericht:

Corona hat auch dem Adventsmarkt auf dem Cecilienplatz im Jahr 2021 einen großen Strich durch die Rechnung gemacht! Zusätzlich zu Corona hat der Eigentümer des Cecilienplatzes die Nutzung für das komplette Jahr untersagt!

Er ist ein offenes und nicht kommerzielles Angebot für alle großen und kleinen Bürger im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet damit eine integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit großen Eifer und Engagement setzen wir uns jedes Jahr für das Gelingen des Projektes und ein buntes Angebot ein. 

it dem 4. Adventszauber wurde dank tatkräftiger Unterstützung vom Weihnachtsmann, Schneemann Olaf, Rentier Rudolf und ihrem Weihnachtswichtel den Kindern im Kiez eine kleine Weihnachtsfreude bereitet. 

Die beiden wunderbaren Vorleserinnen Frau Barabara Jungnickel und Ilka Maikowski haben mit besinnlichen und lustigen Texten online alle Zuhörer auf das kommende Weihnachtsfest eingestimmt. 

Danke natürlich auch an alle Nachbarn, die hier unterstützt haben, an Schnullerketten Elmarona , Nante Kaulsdorf, Lotto/Tabak/Presse Raschel, Isamu Karate Do Berlin Kaulsdorf, Demokratie Jetzt! und natürlich an das super Team, die diese Aktion vor und hinter den Kulissen gemeinsam möglich gemacht haben. Die vielen strahlenden Kinderaugen rund um den Cecilienplatz waren der schönste Dank. Nun sind wir alle in richtiger Weihnachtsstimmung. 

Sachbericht:

Wir setzten das Projekt „Clean up MaHe“ vom 01.03. bis 31.12.2021 um. Pro Monat fanden mindestens zwei Müllsammelaktionen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf statt. Das Teilnehmerfeld war bunt gemischt und bestand stets aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlicher sozialer Herkunft. Zum Teil beteiligten sich ganze Familien an den Clean ups.

Besonders hervorzuheben ist das regelmäßige Engagement der Kinder und Jugendlichen aus der KJFE Lubminer und dem Internationalen Jugendzentrum „Anna Landsberger“. Sie haben neben der Umsetzung auch bei der Planung der Müllsammel- und Magnetfischaktionen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen von Veranstaltungen tatkräftig unterstützt.

Bei verschiedenen Veranstaltungen (wie dem „Umweltbildungstag“)  war „Clean up MaHe“ mit einem Informations- und Mitmachstand vertreten. Dabei sensibilisierten wir die Besucher*innen für die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit, indem wir u.a. die Ordnungsamt-App vorstellten, die vielen Menschen nach wie vor unbekannt ist, oder Upcycling-Workshops angeboten haben. Dies kam vor allem bei Kindern und Familien sehr gut an. Darüber hinaus verteilten wir beim „Respekt und Neugier Festival“ kostenlose Taschenaschenbecher, die von allen mit großer Begeisterung angenommen wurden und die dazu beigetragen haben, dass beim Festival „sauber gefeiert“ werden konnte.

Am 18.09.2021 haben wir zum „World Clean Up Day“ eine große Müllsammelaktion in Kooperation mit dem Parkmanagement und dem Bezirksamt durchgeführt. Alle Aktionen wurden von uns medial beworben und es erfolgte eine Berichterstattung in den sozialen Netzwerken (Facebook/Instagram). Zudem begleitete uns bei einigen Aktionen auch die Berliner Morgenpost oder „Die Hellersdorfer“ Zeitung und berichtete im Anschluss über unser Engagement.

Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit sind auch andere Bezirke bzw. benachbarte Bundesländer auf uns aufmerksam geworden und haben uns um Unterstützung beim Aufbau eigener Müllsammelaktionen gebeten. Nachdem wir ihnen gezeigt haben, wie dies funktionieren kann, haben sich nun einige selbstorganisiert und führen regelmäßig Clean ups in ihren Orten durch (z.B. in Hönow).

Dem großen Bedarf nach Vernetzung sind wir gleich zu Beginn des Projektes nachgekommen, indem wir einen berlinweiten Stammtisch „clean Berlin“ gegründet haben. Dieser tagt 1x pro Monat und beschäftigt sich mit allen relevanten Themen rund ums Müll sammeln.

Von Seiten der Bürger*innen des Bezirkes bekommen wir viel Zuspruch und Wertschätzung. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Ehrung unseres Projektes mit dem diesjährigen Klimaschutzpreis in der Kategorie private Initiativen.

Auf der folgenden Seite sind ein paar Eindrücke von „Clean up MaHe“ zu sehen.

Durch fehlende Sitzmöglichkeiten im Außenbereich der Einrichtung, wird das Außengelände, Der Nische, nicht oft von den Klientel der Einrichtung benutzt. Unsere Ziele sind es, dass wir ab dem Frühling an draußen in der frischen Luft (gesundheitsfördernd) sitzen können. Das ständige Hin und Her tragen der Möbel aus dem Innenbereich der Einrichtung, ist für die Gesundheit aller Mitarbeiter und helfenden Jugendlichen nicht tragbar. 
Durch Anfragen des Klientels der Einrichtung und deren Eltern/Verwandte, haben wir dieses Projekt *Endlich draußen chillen* mit den Jugendlichen geplant und dokumentiert. Das Projekt wird von den Jugendlichen selbst angeleitet mit der Unterstützung ehrenamtlicher Eltern, Nachbarn aus der Umgebung und der Fachkräften. 

Es soll ein Ort der Begegnung entstehen. Die Begnung und die Kommunikation untereinander soll gefördert werden. Das Sitzen zwischen den neugepflanzten Beeten soll die Umweltbildung in den Fokus gestellt und gefördert werden. Beim Bauen und Gestalten der Möbel, können die Jugendlichen und Erwachsenen die sozialen Kompetenzen wie: Eigenverantwortung (Verantwortung anderer), Teamfähigkeit, Respekt & Toleranz, Hilfsbereitschaft, Kompromissbereitschaft, Lernbereitschaft und die Kommunikationsfähigkeit fördern oder sogar neu kennenlernen. 
Es wird ein Schutz - und Sicherheitskonzept erstellt. Das Projekt wird durch Fotos, Videos und Social - Media - Kanälen begleitet. 

Sachbericht:

Corona hat auch dem Familientraditionsfest im Jahr 2021 einen großen Strich durch die Rechnung gemacht! Zusätzlich zu Corona hat der Eigentümer des Cecilienplatzes die Nutzung für das komplette Jahr untersagt!

Aus dem Familientraditionsfest 2021 wurde so ein gut organisiertes Einschulungsfest 2021!

Unser Projekt hatte zum Ziel Vereinen, gemeinnützigen Organisationen, Firmen der Umgebung und im Ehrenamt tätige Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform zu bieten, sich vorzustellen und über Ihre Arbeit zu informieren. Darüber hinaus möchten wir das Viertel beleben und das Nachbarschaftsgefühl stärken. Es war ein offenes Angebot für alle großen und kleinen Bürger im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildete damit einen integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit großen Eifer und Engagement setzen wir uns jedes Jahr für das Gelingen des Projektes und ein buntes Angebot ein.

Am Ende eines langen Tages sind wir daher sehr stolz darauf, was wir dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Partner und Akteure aus dem Bezirk unter erschwerten Bedingungen auch in diesem Jahr wieder für die Kinder im Kiez auf die Beine gestellt haben.

Für die kleinen und großen Kinder gab es auf dem Fest nicht nur Karussell und Hüpfburg sondern auch noch jede Menge toller Mitmachaktionen, wie Kinderschminken, Basteln, UV-Tattoos, Glitzersträhnchen, Schnellzeichner und Luftballonmodellage sowie jede Menge Leckereien, u.a. ein Slush Stand.

Wir danke dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin - Hellersdorf e.V. für die gute Organisation der Veranstaltung sowie der Kastanien Apotheke , Theraphysia - Interdisziplinäre Praxen, Nadine Küter und ihrem Team vom Salon "rundum" in Mahlsdorf, Jutta Sonja Fuchert-radtke und der Villa Pelikan, Jani Na und der KJFE Lubminer, den Gartenfreunden von der KGA am Kienberg, Carsten Lange, Helle Hunde e.V. und der PTB Sicherheitsmanagement GmbH, die unser Fest mit ihrem Engagement möglich gemacht haben. 

Ein großes Dankeschön auch an alle Unterstützer an den Ständen und im Hintergrund, die voller Elan zum guten Gelingen beigetragen haben. 

Sachbericht:

Wie Sie bestimmt, durch Ihren Verein, im Jahr 2021 festgestellt haben, konnte eigentlich keine weit im Vorfeld geplante Veranstaltung, so wie sie geplant war durchgeführt werden!

Seit 9 Jahren organisiert der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin - Hellersdorf e.V.  gemeinsam mit vielen Unterstützern den großen Lampionumzug durch Kaulsdorf-Nord. In guter Tradition lädt der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Berlin - Hellersdorf e.V. in den Wochen davor die Kinder und Familien im Kiez zum gemeinsamen Herbstfest ein. 

Geplant war für die Kleinen eine Bastelstrecke für Laternen und Laubbilder, Kürbisschnitzen, Feuerholz & Tonnen sowie Stockbrotteig, … uns vieles mehr! Durch Corona musste das Angebot etwas eingekürzt, aus das Stockbrot sowie auf das Kürbisschnitzen musste aus hygienischen Gründen verzichtet werden.

Auf dem Festplatz hinter der Freiwilligen Feuerwehr Hellersdorf wurden mit viel Kreativität und jeder Menge Farben sowie Aufklebern ganz viele bunte Lampions gebastelt. 

Das Herbstfest war ein offenes Angebot für alle großen und kleinen Nachbarn im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet so eine integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit dieser ehrenamtlich auf die Beine gestellten Nachbarschaftsaktion wird unser Kiez belebt, ein kulturellen Austausch ermöglicht und so das Nachbarschafts- aber auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. 

Das bereits etablierte Herbstfest durch die Nachbarschaft soll auch weiterhin ein wichtiger Bestandteil unseres Kiezes bleiben und hier zum guten und friedlichen Miteinander sowie Toleranz beitragen.

 

Sachbericht:

Das Projekt: „Kochen bringt Menschen zusammen“, umgesetzt von der Organisatorin der seit über 2 Jahren beim Frauenzentrum von Matilde e.V. angesiedelten Veranstaltungsreihe „Cafè der Begegnung“, finanziert durch den Aktionsfond, hat 2021 Frauen* aus verschiedenen Kulturkreisen und Ländern mit ihren unterschiedlichen Lebenserfahrungen und -geschichten zusammengeführt. Bei mehreren gemeinsamen – unter Coronabedingungen und entsprechend der geltenden Regelungen durchgeführten – Aktionen und Treffen lernten sich überwiegend russlanddeutsche, deutsche, arabische und kurdische Frauen* mit ihren Kindern kennen und einander verstehen. Geflüchtete Frauen*, die schon längere Zeit in Deutschland als ihrer Asyl- und Wahlheimat leben, knüpften teilweise auch Kontakt untereinander, um sich helfend und unterstützend zusammenzufinden und zukünftig in Verbindung zu bleiben. Die Veranstaltungen wurden generations-/kultur-/und religionsübergreifend zum gemeinsamen Event. Das grundlegende Bindeglied waren der Austausch über die Küche, die Herstellungsgewohnheiten von Speisen, die Gewürze, die Lebensmittel der Länder und Regionen, das gemeinsame Zubereiten/Kochen und Essen der Gerichte. Im Laufe des Projektes entstand Vertrauen als Grundlage für eine Gesprächsbereitschaft über die
Lebenserfahrungen und Lebensgeschichten der Frauen* als ein Beispiel für Völkerverständigung und weiblichen Gemeinschaftssinn. Höhepunkte des integrativen, Vertrauen fördernden Projektes bei Matilde e.V. waren das Sommerspeisefest im Britzer Garten im August 2021 sowie die vorweihnachtliche Feier in den Räumen von Matilde e.V. am 13.12.21. Die kulturelle Begleiterscheinung zum Kochen hieß Tanzen, beides in arabischen Ländern selbstverständlich zusammengehörend. So lernten alle Teilnehmerinnen Tänze verschiedener Volksgruppen. Dieses Angebot konnte darüber hinaus im Programm des Frauenzentrums von Matilde e.V. als Kursangebot angeboten werden.
Angeregt durch das gemeinsame Kochen sammelten Frauen* Rezepte, die am Ende zu einem Kochbuch als Erinnerung an das Projekt zusammengestellt werden. Dieses ist in Arbeit und soll im Januar 2022 unter dem Titel „Menschenliebe geht durch den Magen“ erscheinen. Eingebunden in die Arbeit am Kochbuch wurde/wird der Grafiker von Matilde e.V..
Das Projekt verband insgesamt cirka 30 Frauen* miteinander, insgesamt 10 Kinder nahmen teil. 

Sachbericht:

Nun mehr zum 9. Mal wurden durch Anwohner und lokalen Unternehmen am 8.Oktober 2021 unser Lampionumzug durch die Wohngebiete in Kaulsdorf-Nord veranstaltet.

Unser Lampionumzug ist ein offenes und nicht kommerzielles Angebot für alle großen und kleinen Bürger im Kiez ohne Unterschied der Religion, der Herkunft, des Alters oder politischer Ansicht und bildet damit einen integrativen Ansatz für Toleranz und Demokratie. Mit dieser ehrenamtlich auf die Beine gestellten Nachbarschaftsaktion möchten wir gemeinsam unseren Kiez beleben und so das Nachbarschaftsgefühl stärken.

Durch die Corona-Krise konnten wir unseren Lampionumzug leider nicht wie geplant durchführen. So sind die sonst üblichen Feuertonnen und das Stockbrot mit musikalischer Untermalungen den Coronaeinschränkungen zum Opfer gefallen. Dennoch haben wir einen schönen Umzug mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept durchgeführt. Der Umzug wurde durch den Marzahner Fanfarenzug e.V. begleitet, zahlreiche Vereine und Akteure haben in lockeren Gruppen teilgenommen. Für Kinder aus sozialschwachen Familien hatten wir Lampions bereitgehalten die diese mit strahlenden Augen angenommen und stolz am Lampionumzug teilgenommen haben.

Unser Lampionumzug durch die Nachbarschaft ist ein wichtiger Bestandteil in unserem Kiez und trägt zum guten und friedlichen Miteinander sowie zur Toleranz bei.

 

Sachbericht:

In der Jugendarbeit legt Babel e.V. (neben Begegnungs- und Freizeitangeboten) großen Wert darauf, dass Kinder und Jugendliche den spielerischen Zugang zu den verschiedensten wissenschaftlichen Zweigen erhalten. Durch die Förderung aus dem Aktionsfond konnte das Team des Hauses Teilnehmende aus dem Bezirk in das Feld der Sozialforschung einführen. Dies hat einen demokratisierenden Effekt. Die Teilnehmenden haben gelernt, wie sie ihre eigenen Meinungen durch wissenschaftliche Erkenntnisse unterfüttern können und, wann gegebenenfalls auch ein Umdenken wichtig ist. Insgesamt wurden 4 Workshop a 2 Stunden sowie zwei Auswertungsrunden durchgeführt. Schlussendlich nahmen 17 Kinder und Jugendliche an dem Projekt teil.
Im ersten Teil des Projekts ging es um die Interessensartikulation. Die Teilnehmenden konnten frei heraus ihre Interessensgebiete darlegen und gemeinsame Schnittmengen identifizieren. Die Wahl fiel auf das Thema „Roblox“, ein Computerspiel. Als nächstes galt es zu klären, was man eigentlich wissen und erfahren möchte. Hier wurde das niedrigschwellige Thema ausgewählt: „Was magst du am meisten an Roblox“. Da dies eine sehr weites Feld ist, lernten die Kinder und Jugendlichen, wie man diese Frage Messbar machen kann und es wurden verschiedene Antwortkategorien entwickelt. Beispielsweise Antwortmöglichkeiten, wie die freie Editierbarkeit oder das Leveldesign. In der nächsten Sitzung wurde der Fragebogen entwickelt. Die Befragung übernahmen die Teilnehmenden und die Ergebnisse wurden mit dem Seminarleiter evaluiert.
Das Projekt wurde in der einfachst möglichen Sprache durchgeführt um auch Personen die Teilnahme zu ermöglichen, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Die Teilnehmenden haben einen niedrigschwelligen Forschungsprozess durchlaufen und für sich eine Fragestellung beantwortet, die ihrem Interessensgebiet entspricht. Dabei wurde mit diversen pädagogischen Mitteln a la Mindmap und Teamspielen gearbeitet.
Ausblick
Das Konzept hat sich bewährt und den Träger nochmal in der wissenschaftlichen Arbeit bestärkt. Die Teilnehmenden wollen das Projekt weiterführen. Babel e.V. konzipiert bereits
Nachfolgeprojekte, welche im kommenden Jahr, idealerweise mit externer Förderung, umgesetzt werden sollen. Die Projekt- und Angebotspallette von Babel e.V. konnte durch „Sozialforschung leicht gemacht“ erweitert werden. Kinder und Jugendliche erhalten so Zugang zu spielerischen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bildungsfacetten.

Sachbericht: 

Hip-Pop und Freestyle Rap besitzen mit die größte Anziehungskraft unter allen Subkulturen im Kiez. Besuchende und Jugendliche aus dem Bezirk äußerten immer wieder den Wunsch nach großen Veranstaltungsformaten. Mithilfe der geförderten Mittel und der Umsetzung von Babel e.V., konnte diesem Wunsch Folge geleistet werden.
Der Rap-Jam stand unter dem Motto „Austausch, Toleranz und Respekt“. Durch den Jugendclubmitarbeiter von Babel e.V., welcher jede Woche im Haus Babylon Rap-Workshops organisiert, wurden verschiedene Stücke komponiert. Diese setzten sich mit den Rassismus-Erfahrungen der Jugendlichen auseinander und gaben jedem Teilnehmenden einen Einblick in die Strukturen von Diskriminierungen. Darüber hinaus konnten alle Besuchenden selber auf die Bühne und ihre Free-Style Künste präsentieren. In der Begegnungsstätte des Hauses wurde dafür extra eine Bühne, mit Licht und Tontechnik aufgebaut. Für viele war es der erste Auftritt auf einer professionellen Bühne und entsprechend groß war die Aufregung, die durch die Mitarbeitenden aber genommen werden konnte. Die Anbindung an kulturelle Angebote wurde somit bestärkt. Das eigens entwickelte Hygienekonzept sah maximal 40 Personen vor. 36 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen schlussendlich teil, zwölf von ihnen waren weiblich. Durch die Öffentlichkeitsarbeit kamen auch Rap-Begeisterte Personen aus Pankow zu der Veranstaltung. Sie lernten dadurch den Kiez und das Umfeld besser kennen und gaben positives Feedback. Für die Teilnehmenden aus dem Kiez war diese Begegnung eine besondere Erfahrung, da sie selten den Bezirk verlassen haben und unter dem negativen Stigma von Marzahn-Hellersdorf leiden. Durch den Rap-Jam konnten sie die kulturelle Vielfalt und die musikalische Raffinesse ihres Heimatortes gut zum Ausdruck bringen.
Ausblick
Viele Teilnehmende wollen sich beim nächsten Rap-Jam an der Planung beteiligen und auch ihr Umfeld mit einbeziehen. Somit hatte die Veranstaltung einen Multiplikator*innen-Effekt und bestärkt gleichzeitig die Partizipationsbereitschaft der Zielgruppe. Derzeit sind größere Veranstaltung aufgrund der epidemischen Lage nicht möglich. Doch in Zukunft soll der Babylonische Rap-Jam zur festen Instanz werden, natürlich unter Mithilfe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Fridays for Future kämpft weltweit für mehr Klimaschutz. Weil guter Klimaschutz aber schon im
Kleinen anfängt, haben wir in Berlin Bezirksgruppen, die mit vereinten Kräften in der Lokalpolitik,
das heißt im Bezirksamt, Veränderungen bewirken wollen. Dafür führen wir Gespräche mit
Menschen aus der Bezirkspolitik.
Weil es aber hier in Marzahn-Hellersdorf viele Menschen gibt, die sich entweder gar nicht
politisch interessieren oder leider sehr weit nach rechts abgedriftet sind, ist es für uns auch
wichtig, das Klimathema präsent zu machen. Das heißt, wir müssen Öffentlichkeitsarbeit
betreiben. Zu diesem Zweck sind wir gerne auf Demokratiefesten oder ähnlichem vertreten, um
den Dialog zu den Menschen zu suchen. Um uns dort gut repräsentieren zu können haben wir
die folgenden Gegenstände angeschafft:

  • RollUp
  • Visitenkarten mit SocialMedia Werbung
  • Visitenkarten mit E-Mail
  • Banner mit Logo
  • Flyer
  • Messetheke

Im Projektzeitraum waren wir bei folgenden Veranstaltungen:

  • Umweltbildungstag Anna Landsberger 29.05.2021
  • Schöner leben ohne Nazis am 4.9.21

Das Projekt mit dem Titel "Auf die Plätze, los, Kiez!" fand am 17. August 2021 von 15 bis 18 Uhr in der Hellersdorfer Promenade im Rahmen der Veranstaltung "Promenadenbuffet 2021" statt.

Ziel unseres Projekts war es, einen Tag mit Workshops und Aktivitäten in der Hellersdorfer Promenade anzubieten, um die Aufmerksamkeit der Bewohner auf die Besonderheiten ihres Viertels zu lenken und die lokale Gemeinschaft aktiv einzubeziehen und zu stärken. Durch verschiedene Aktivitäten, die für diesen Tag organisiert wurden, und insbesondere dank der wertvollen Zusammenarbeit mit "Mehrgenerationenhaus Buntes Haus", haben wir versucht, Werte zu verbreiten, die uns wichtig sind, wie Gleichheit, Vielfalt und Solidarität, und den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Nachbarschaft aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen. Wir haben uns gerne am Promenadenbuffet 2021 beteiligt, weil es eine besondere Chance ist, das Viertel zu beleben und den Nachbarschaftssinn zu stärken. Es war ein Angebot, das allen großen und kleinen Bürgern des Viertels offenstand, unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder politischer Meinung. Mit dieser freiwilligen Nachbarschaftsveranstaltung wurde der kulturelle Austausch ermöglicht und das Gefühl der Nachbarschaft und Gemeinschaft gestärkt.

Die Open-Air-Ausstellung "FAC[ad]ES of Hellersdorf - Ein Blick in die Vielfalt" zeigte die Spuren der "Vielfalt" in Hellersdorf durch eine fotografische Raumerfassung und eine Sammlung von Bürgerporträts. Die Freiluftausstellung war der Ausgangspunkt für die Entdeckung neuer Orte in der Nachbarschaft und zeigte die Vielfalt des Plattenbaus in unserem Viertel. Sie war der Ausgangspunkt für die Organisation eines gemeinsamen Spaziergangs; es wurde ein "Let's Print"-Workshop veranstaltet, bei dem die Teilnehmer lernten, ihre eigenen Bilder mit der Siebdrucktechnik zu drucken. Bio-T-Shirts, Bio-Taschen, Textilfarben wurden für den Workshop verwendet. Die Teilnehmer gestalteten ihren eigenen Aufdruck auf einer Tasche oder einem T-Shirt. Vor Ort wurde auch eine Fotokabine aufgestellt, um Fotos von Teilnehmern zu machen, die dies wünschten, und um ein Andenken an den Tag zu haben.

Ein großes Dankeschön an "Mehrgenerationenhaus Buntes Haus", das mit seinem Engagement und seiner Unterstützung unsere Veranstaltung erst möglich gemacht hat.